17. Dezember 2013

Film-Tipp: Schmutzige Schokolade

Offtopic, aber ich finde es wichtig.

Erst recht zu Zeiten in denen wir fast k***en, weil wir zu viele Schokoladenweihnachtsmänner, Dominosteine und Sonstiges in uns rein stopfen...





Ja, ich finde es auch schlimm und mich nervt es gelegentlich, dass man eigentlich keinen Schritt im Leben mehr gehen kann ohne sich überdessen Auswirkungen zu informieren.
Aber ich lebe lieber wissend und damit bewußt versuchend auf das Schlimmste zu verzichten, als anders.
Ist ja auch nicht so, dass es bei uns keine Alternative zur konventionellen Schokolade zu kaufen gäbe und wir wollten doch eh weniger Süßes essen, ne? ;-)

Sonnige Grüße,
Karl Erwins Frau

Fenster - Thermofolie

Der neue Ofen ist super! 
Der neue Ofen macht warm!
Zum warm für die alten Fenster!

Die Kondenswasserbildung hat mittlerweile ein Maß erreicht, dem ich durch 2x tägliches abwischen und "entsorgen" nicht mehr beikomme.
Ich hatte mal von einer Folie gehört, die man auf die Fensterflügel klebt um dadurch quasi eine Doppelverglasung zu simulieren. Das Luftpolster zwischen Scheibe und Folie dämmt dann angeblich.
Will ich probieren!


Also, Folie (gleich die Großpackung mit 12 m²) bestellt und nun der Versuch.



13. Dezember 2013

Schinken herstellen - eine Versuch (Teil 1)

Hier die Dokumentation meines ersten Versuchs luftgetrockneten Schinken zu machen... Da dieser immer kühl stehen/hängen muss ist jetzt im Winter die perfekte Zeit dafür.


Die beiden Zicklein Keulen habe ich etwa 48 Stunden in grobem Salz eingelegt.

Schritt 1: Einsalzen

12. Dezember 2013

Bauhelfer anmelden bei der Bau-BG - abschließende Worte

Hier mal wieder etwas von offizieller Seite. 

Wie ich ja im Mai schon geschrieben hatte, muss man seine Bauhelfer bei der Bau-BG anmelden.
Bauhelfen sind alle - auch unentgeltlichen - Helfer außer Bauherrin und Ehe-/Lebenspartner.
Auf der Webseite der Bau-BG füllt man dann das Formular aus und bekommt irgendwann Post.

11. Dezember 2013

Tipp: Tischler- und Schreinerarbeiten Videos

Alte Techniken, Weisheiten und Tipps rund ums Schreinern und Tischlern über Videos weitergegegen.
Hier die Vorstellung eines youtube-Kanals, den ich Euch, wenn Ihr Euch dafür interessiert wirklich sehr ans Herz legen möchte.

6. Dezember 2013

Link-Tipp: Materialarchiv.ch

Gestern habe ich eine sehr informative Seite entdeckt.

http://materialarchiv.ch

Materialien sind hier in Gruppen geordnet, zB: Pflanzliche Werkstoffe, Holz, Steine.



4. Dezember 2013

Aufbau Werkstatt - Palettenregal

Gestern noch spontan ein schnelles Regal für die Werkstatt gebaut.
Ich drücke mich schon seit Wochen vor den Einrichtung der Werkstatt, denn dann müsste ich ja das ganze Werkzeug neu einsortieren....




Neuer Ofen - hmmmmm :-) Brennt :-)

Und so schaut er dann aus, wenn er mal brennt




Neuer Ofen - Anschließen

Schwieriger als das Aufbauen des Ofens ansich war dann schon das Anschließen.
Bei dem kleinen Bruno ging es recht einfach, denn der lies sich auch nochmal ein paar Zentimeter verrücken.
Das geht bei dem 650kg Specksteinbrocken nicht mehr.

Ich habe mit zwei zweifach verstellbaren Rohrstücken gebastelt. Das schöne ist, dass man die in alle möglichen Richtungen verdrehen kann. Ich habe keine Ahnung ob man das vorher irgendwie ausmessen könnte. Ich habe einfach rumprobiert.



...

Neuer Ofen - Aufbauen

Der neue Speckstein Ofen wurde geliefert. 
Steine reingetragen.

Steine
Kleinteile im Karton.
Ofeneinsatz auf Sackkarre.
Hingestellt.

23. November 2013

Vorbereitung für den neuen Ofen-Giganten - Teil 2 (Decke abstützen und Ofenplatte legen)

So schön, wenn alles perfekt funktioniert. Auch wenn ich mir oft nicht sicher bin, womit ich das verdient habe.

Durch einen ganz fleißigen, lieben Helfer gestern Abend stehen nun die Sprieße im Keller und die Ofenplatte liegt auch.

Von oben

Ich liebe meine Kleine. Es wäre mit keiner anderen Säge so schnell und einfach gegangen. Und hätte auch mit keiner so viel Spaß gemacht. Außerdem will ei ja mal etwas anderes sehen, als immer nur Bäume.


22. November 2013

Wintervorräte...

Vorgestern habe ich zwei Ziegen vor der Haustür gefunden. 

Ökologisch nicht ganz korrekt verpackt

18. November 2013

Wasser sparen im Winter

Nicht, dass ich ja ohnehin wenig Wasser verbrauchen würde - danke meiner Komposttoilette - aber es geht immer ein wenig besser.

Ich sammele das Wasser aller Dächer entweder in der Zisterne oder in Fässern, oder dem Ententeich, oder oder..... Über den Sommer verwende ich es natürlich vorrangig zum gießen.

Vorbereitung für den neuen Ofen-Giganten - Teil 1

Ich liebe meinen Bruno wirklich und er hat auch immer tolle Dienste geleistet, aber in Sachen Speicherfähigkeit der Wärme war er eben gewichtsbedingt doch nicht so wirklich toll. Und ich würde gerne im Winter mal mehr als 4 Stunden am Stück schlafen ohne nachts Holz nachlegen zu müssen.

Daher ist ein neue Ofen unterwegs. Massiver Speckstein. 650kg. Grundfläche 52x52cm.

Das bedeutet natürlich eine entsprechende Belastung für Karl-Erwins Kellerdecke. Und jede Decke hat so ihre begrenzte Tragfähigkeit.


14. November 2013

So schön ist der Herbst

Ich war schon vom diesjährigen Sommer was die Pflanzen- und Blütenfülle angeht schwer begeistert und der Herbst enttäuscht mich bisher auch nicht.

Damit ihr sehr, dass ich nicht nur schufte, sondern manchmal auch einfach mal den Garten genieße hier ein paar Impressionen :)



7. November 2013

Natursteinmauerwerk im Sockelbereich freilegen

Die für mich neuen Themen werden bisher noch nicht weniger. Auch nach bald 3 Jahren nicht.



Der Sockelbereich von Karl-Erwin ist, typisch für die Region hier, aus rotem Sandstein gemauert.

6. November 2013

Arbeitssicherheit und -schutz auch für (andere) Handwerker!


Was passiert wenn Du einen Handwerker alleine lässt? 

Dieser von seiner Firma keine passenden Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt bekommt?

UND er einen gewissen Sinn für Kreativität hat?




Sowas:


Kreativer...

4. November 2013

Kalk-Leim-Farbe auf Tapete (Flur)

Am Wochenende habe ich mal frei Schnautze einen Eimer meines eingesumpften Kalks, der jetzt schon ein Jahr als ist, mit einem kleinen Eimerchen Kleister gemischt (sorry, leider habe ich natürlich mal wieder keine Mengenangaben). Die Farbe hatte dann in etwa die Konsistenz von Dispersionsfarbe.

Im Flur habe ich dann den Versuch gestartet und sie auf der Tapete an der Decke verstrichen. Ein Anstrich und die Tapete ist NICHT runtergefallen und es ist ein tolles, sehr helles weiß - Kalk eben :) Perfekt für die Decke.

Unterputz freigelegt (ein wenig unfreiwillig)

Für die Wand, an der ich größtenteils den Gipsoberputz mit der Spachten runtergekratzt habe, habe ich dann noch ein wenig mehr Wasser zugemischt und insgesamt 2x gestrichen. An den Stellen wo der Gips entfernt war (also der Kalkunterputz zum Vorschein kam) gut vorgenässt. Dennoch hat mir die Wand quasi die Farbe vom Pinsel gesaugt.
Nun kann die Wand wieder atmen und der Flur hat richtig gut Licht bekommen.


Vorher: Schade um die schöne Tapete :-(

Der Flur ist nun wirklich schon viel heller, auch durch den Spiegel an der dunklen Holzwand rechts (das ist der Abgang in den Keller).





Das Beleuchtungs-Dilemma

Nun kommen als nächstes Lampen an die Decke. Ich suche derzeit noch das Passende.
Früher ging man in ein Geschäft und kaufte sich eine Lampenfassung und eine Glühbirne. Heute muss man entscheiden zwischen Glühbirne, Energiesparlampe (böse, weil giftig und schwer zu entsorgen) und LED. Dann gäbe es noch Halogen-Spots und LED-Spots.

Als Fassung hat man die Wahl zwischen 
  • E14 - die kleinen zum Reindrehen
  • E27 - die großen Fassungen zum Reindrehen
  • GU - vorrangig für LED-Spots, zum stecken und dann rumdrehen. Die Birnen haben so kleine Knubbel am Ende
  • G - vorrangig Halogen Spots, zum Stecken

Interessant für alle die irgendeine Lampe umrüsten möchten: Es gibt auch Adapterstecker, zB. von E27 auf E14, aber auch von den E-Modellen auf GU.

Birnen (egal welche) für E-Sockel strahlen eher rundum (gut für Hängelampen), Spots sind eher gerichtet und punktuell. Wobei es mittlerweile auch alle möglichen Mischformen gibt.

Ich glaube ja, dass es am sinnvollsten ist, erstmal meine 25 Watt Glühbirnen zu verwenden, bis diese kaputt sind, statt neue, wenn auch sparsamere Leuchtmittel zu kaufen, die erstmal wieder Ressourcen in der Herstellung verbrauchen.

Ich hatte, als ich eingezogen bin, alle vorhandenen gegen 25 Watt Glühbirnen getauscht und die alten im Keller eingelagert (man weiß ja nie). Als ich die Kiste gestern durchgeschaut habe, war ich schon erstaunt wie sehr wir früher die Energie wortwörtlich verbrannt haben. Mehrere 150 Watt Glühbirnen und einige auf denen noch nichtmal eine Angabe ist (die sehen noch aus wie mundgeblasen). Vermutlich könnte man mit denen heute ein Niedrigenergiehaus beheizen ;-)

Grüssle,
KEF


P.S: Dinge die man 1.000 mal macht und beim 1.001. mal gehen sie schief. Hier das Ergebnis, wenn man zu faul ist, den Farbeimer oben von der Leiter zu nehmen, bevor man diese umstellt. Das meißte ist allerdings von meinem T-Shirt aufgesaugt worden. Ein Kalk-Peeling sozusagen. Total bio.





1. November 2013

Buchempfehlung "Renovieren mit der Sonne"

Mal wieder ein tolles Buch aus dem empfehlenswerten Ökobuch Verlag.

"Renovieren mit der Sonne" stellt einige interessante Lösungen um Sonnenenergie, außer via Photovoltaik oder die ja mittlerweile schon als klassisch zu bezeichnenden Solarpanels zur Warmwasserbereitung, vor.
Luftwärmekollektoren, oder eine Variante davon, die Trombe-Wand, waren mir schon bekannt. Neu allerdings ist für mich das TWD-Modul gewesen. Das Buch, das ich in der Hand halt ist aus dem Jahr 2000 und beschreibt das TWD-Modul als Nischenprodukt. Da scheint sich in knapp 14 Jahren nicht viel geändert zu haben.

TWD bedeutet Transparente Wärmedämmung (ups, mal eine deutsche Bezeichnung ausnahmsweise!) und funktioniert in etwa folgendermaßen:
Das Modul, welches auf der Außenseite lichtdurchlässig ist, wird auf die Fassade aufgebracht und erwärmt diese via Sonnenlicht. Die Wand dient quasi als Absorber. Zeitverzögert wird die Wärme durch die Wand an den Innenraum abgegeben.
Nach außen ist die Wand über das Modul gedämmt so dass keine Wärme entweichen kann. Im Sommer muss das System beschattet werden. Simpel aber effektiv.
Die Module gibt es natürlich in unterschiedlichen Materialien und Ausführungen. 

Darüber hinaus sind in dem Buch einige schöne Beispiele auch für die (Sonnen-) energetische Sanierung von Einfamilienhäusern enthalten.
Wenn man sein Dach und/oder die Fassade und auch noch das Heizsystem erneuern möchte/muss lohnt sich ein Blick in dieses Buch.

Nunja, ich habe ja noch die Südost-Fassadenseite zur Verfügung. Mal sehen, was dort noch passiert....

Renovieren mit der Sonne
ökobuch Verlag
ISBN 3-922964-81-8

Fachverband transparente Wärmedämmung e.V.
Die Webseite ist leider nicht besonders toll, aber zumindest ein Einstiegspunkt

Grüssle,
KEF

31. Oktober 2013

Fensterbank aus massiver Eiche eingebaut

So,

die Fensterbänke sind nun eingebaut und die Laibungen verputzt. Die Wände habe ich dann auch nochmal gestrichen mit eingesumpftem Kalk und ein paar übriggebliebenen Farbmischversuchen.

Einfach ein paar Bilder...







Es muss nicht immer alles gerade sein




Schön, dass mal wieder etwas fertig geworden ist.

Liebe Grüsse,
Karl-Erwins Frau

23. Oktober 2013

Karl-Erwin jetzt auf facebook

Hallo, damit die Updates und Informationen, die ich mühsam hier zusammenschreibe sich einfacher verbreiten habe ich mich nun entschlossen für Karl-Erwin eine facebook Seite anzulegen.

Ihr könnt diese "liken" - das kennt ihr ja schon - und dann auch dort weitersagen, kommentieren und so weiter.

Ihr findet Karl-Erwin unter
www.facebook.com/Karl.Erwin.oekologische.haussanierung

Viel Spaß :-)
KEF

Neuer Boden im Flur, Parkett, Trittschalldämmung - warum ist alles so kompliziert?

Ich habe mich nun, nachdem ich frisch inspiriert und hoch motiviert von Petra und Björn wieder bei Karl-Erwin bin, entschieden dass mein Flur (oder heißt das Diele?) hübscher werden muss.
Er ist derzeit zu kalt, zu dunkel, und einfach zu sehr vernachlässigt worden dafür dass es ja irgendwie der am meißten genutzte Raum im Haus ist. 
Man muss ihn eben einfach immer nutzen, wenn man irgendwo hin will und derzeit laufe ich eher schnell und mit gesenktem Blick hindurch und versuche ihn zu ignorieren. 
Das hat er nicht verdient! Das wird sich ändern!

Wenn meine allerliebste Lieblingsfreundin es schafft die 5-10 Pakete gebrauchtes Buchen-Parkett in ihr tolles Auto zu laden kommt der neue Boden sogar ohne eine Extratour von mehreren 100km bei mir an.

Dann geht es weiter. 
Ich dachte ja ich verlege eine Unterkonstruktion aus Kanthölzern, nivelliere diese aus, schütte eine zB. Zellulosedämmung in die Hohlräume und nagele dann das Oberholz auf. Denkste: Parkett wird schwimmend verlegt. Nichts mit festnageln.

Hierzu muss nach meinen Recherchen eine Dampfsperrfolie verklebt werden. Denn Parkett und auch Laminat reagieren sehr empfindlich (= verziehen sich) wenn sie Feuchtigkeit aus dem Untergrund verspüren.
Danach kommt darauf eine Trittschalldämmung. Da aber in meinem Keller - zumindest was meinen aktuellen Wissensstand betrifft - niemand wohnt, es aber einem Keller entsprechend kalt dort unten ist, brauche ich eher eine Wärme- als eine Trittschalldämmung. Die wird natürlich ökologisch sein.

Bisher habe ich hier Produkte von Steico gefunden. Mit deren Produkten durfte ich beim Dach ja schon Erfahrung sammeln (Steicoflex). 
Oder Selit Ökolit, wobei Ökolit dort eher ein (ich-springe-mal-auf-dem-Öko-Zug auf-) Nebenprodukt ist. Ich finde es angenehmer bei Firmen zu kaufen, die eine Philisophie betreffend Umweltschutz & Nachhaltigkeit haben.
Sehr interessant finde ich auch die Produkte der Firma Toggenburger. Diese stellt Produkte aus Rosshaar (auch Matratzen zB) her. 
Thermo-Hanf stellt ebenfalls eine Trittschalldämmung her: http://www.thermo-hanf.de/produkte/thermo-hanf-step/
Mal sehen, was ich noch auftreibe.....

Tipps willkommen!

Tschüssle,
KEF

15. Oktober 2013

Rezept: Leimfarbe

Zutaten

  • einfacher Tapetenkleister
  • Kreide
  • Wasser
  • optional: Pigmente (Bezugsquelle: Kremer Pigmente)

 

Werkzeug 

  • Rührgerät (aus der Küche)
  • zwei Gefäße

 

Rezept

  1. Kleister nach Packungsanweisung mischen und 30 Min. quellen lassen
  2. Kreide in Wasser einrühren und ebenfalls stehen lassen
  3. Beides zusammenrühren 

 

P.S.:

Ich poste meine Rezepte nun nochmal in separaten Posts, weil man's dann leichter finden kann zum nachmachen.
Unter den Stichpunkten findet ihr das dann unter "Rezept".

Es handelt sich jeweils um die Mischungen, die sich bei Karl-Erwin bisher bewährt haben.


Rezept: Kalkfarbe

Zutaten

  • Weißkalkhydrat, CL90 -> in 25kg-Säcken zu je ~€7,- beim örtlichen Baustoffhändler, notfalls muss der das bestellen können
  • Wasser
  • optional: Pigmente (Bezugsquelle: Kremer Pigmente)
 

Werkzeug

  • Fass mit Deckel
  • Schutzbrille!  

Rezept

Das Weißkalkhydrat wird vor dem Streichen eingesumpft. Das heißt, ihr schüttet (je nach Fassungsvermögen) Wasser in das Fass und dann den Kalk hinterher. Umrühren, Deckel drauf und nun stehen lassen. 
Darauf achten dass immer ~10cm Wasser über dem Kalk steht! 

Je länger das Gemisch nun steht, desto besser. Meiner steht jetzt seit 13 Monaten. Man kann dann immer was entnehmen zum Streichen. Frostfrei lagern!

Verarbeitung

Nun, jeder schreibt was anderes. 

Ich habe schon in 4 Schritten gestrichen. Das heißt erst 1:5, 1:4, 1:3, 1:2 mit Wasser verdünnt und dann nass-in-nass oder auch nass-in-trocken. 

Ich habe auch schon nicht-eingesumpftes Kalkhydrat einfach in Wasser streichfähig eingerührt und dann nur einmal gestrichen. Hält auch.

P.S.:

Ich poste meine Rezepte nun nochmal in separaten Posts, weil man's dann leichter finden kann zum nachmachen.
Unter den Stichpunkten findet ihr das dann unter "Rezept".

Es handelt sich jeweils um die Mischungen, die sich bei Karl-Erwin bisher bewährt haben.

Rezept: Kalkputz

Zutaten

  • Gewaschener Flußsand -> bekommt man beim örtlichen Kies- und Schotterwerk zum selbst schaufeln oder auf den Hänger
  • Weißkalkhydrat, CL90 -> in 25 kg-Säcken zu je ~€7,- beim örtlichen Baustoffhändler, notfalls muss der das bestellen können
  • Leinöl -> zB in 5 Liter Kanistern bei ebay
  • Wasser

 

Werkzeug 

  • Runde Kufte zum Anmischen, zB 90 Liter
  • Rührgerät für Putz (nicht für Farbe mit Bohrmaschine, die sind zu klein/schwach, meiner hat 1.600 Watt), alternativ kann man natürlich auch mit Schaufel und Kelle von Hand mischen 
  • Schutzbrille! 

 

Rezept

3 Teile Sand, 1 Teil Kalk, Wasser nach Bedarf und Leinöl (ich nehme etwa 100ml für eine volle Kufte) mit dem Quirl mischen. 
Wenn man erst flüssiger mischt und dann nochmal "nachdickt" tut man sich leichter. 

Der Putz hat die richtige Konsistenz, wenn man eine Kelle voll nimmt und er auf der Kelle stehen bleibt. 
Je flüssiger desto leichter und dünner lässt er sich aufziehen. Da hat jeder so seine Präferenzen.

 

P.S.:

Ich poste meine Rezepte nun nochmal in separaten Posts, weil man's dann leichter finden kann zum nachmachen.
Unter den Stichpunkten findet ihr das dann unter "Rezept".

Es handelt sich jeweils um die Mischungen, die sich bei Karl-Erwin bisher bewährt haben.

10. Oktober 2013

Engerling ist nicht gleich Engerling (Cetonia aurata)

Wer derweil seinen Kompost umhebt findet oft Engerlinge. Mit Schrecken habe ich gestern beim recherchieren gelesen, wie erfinderisch Menschen sind, diese umzubringen. Es gibt sogar Dämpfgeräte um die Erde mit Heißdampf quasi "keimfrei" zu machen.

Ich habe gestern mein Hochbeet abgebaut und dabei etwa 25 Engerlinge vor den Hühnern (die sich vorkamen wie im Paradies) gerettet. Danach habe ich genau nach geschaut, welche es sind, was sie tun und was ich denn nun mit ihnen anfange.

Die meißten Gärtner würden die Tierchen sofort umbringen, denn Engerling = frißt Wurzeln = nur ein toter Engerling ist ein guter Engerling.

Allerdings ist Engerling nicht gelich Engerling und die Unterscheidung nicht ganz einfach.  Nach einigem Hin- und Her bin ich zu dem Schluß gekommen, dass meine Engerlinge des Rosenkäfers (Cetonia aurata) sind. Dafür spricht

  1. der holzreiche Fundort
  2. bewegen sich robbend auf dem Rücken fort (angeblich aber kein eindeutiges Kriterium)
  3.  kurze Stummelbeinchen
  4.  Deieckiges braunes Schild seitlich am Kopf 

Eindeutig kurze Stummelbeinchen


Robbt auf dem Rücken - und das garnichtmal so langsam


Je nach Substrat, in welchem man die Engerlinge findet, kann man auch noch bestimmen, was es mal wird.




  • Cetonia aurata - mulmiges oder stark verrottetes Totholz, Komposthaufen, Holzkompost und Baumhöhlungen
  • Protaetia metallica (ehemals cuprea) - je nach Unterart Kompost, Ameisennester oder Baumhöhlen
  • Protaetia fieberi - seltene Art mit Entwicklung in Baumhöhlen
  • Protaetia affinis - seltene Art mit Entwicklung in Baumhöhlen
  • Protaetia lugubris - seltene Art mit Entwicklung in Baumhöhlen
  • Protaetia aeruginosa - seltene Art mit Entwicklung in Baumhöhlen

Am liebsten würde ich sie nun in ein Terrarium setzen um zu sehen was mal draus wird und ganz sicher zu gehen. Mal schaun ob ich was finde. Derzeit stehen sie erstmal draußen in einer Kiste mit der Erde.

Auf keinen Fall sollte man Engerlinge einfach so auf Verdacht umbringen oder verfüttern. Es gibt seltene Arten und wenn man schon ökologisch gärtnert gehört das eben einfach dazu. 
Da bauen die Leute Insektenhotels und füttern im Winter die Vögel um dann sowas...



Grüssle,
Karl-Erwin's Gärtnerin

7. Oktober 2013

Leinöl - gut für (fast) alles

Hier nochmal eine Empfehlung: kalkgepresstes Leinöl. (Achtung, kein Leinölfirnis, das ist was Anderes)
Gibt es zum Beispiel von diversen Anbietern auf ebay.

Ich bestelle immer einen 5 Liter Kanister.
Denn Leinöl kann man wirklich universell verarbeiten und es ist sogar noch weitestgehend regional im Gegensatz zu Olivenöl zum Beispiel.

Was mach ich mit dem Leinöl:

  • Hühnerzusatzfutter für schöne Federn
  • Zusatz zum Hundefutter für glänzendes Fell
  • Hühnersitzstange einölen (gegen Milben)
  • Holzbearbeitung, zB. auf der Treppe, siehe Photo
  • Holzmöbel, Küchenarbeitsplatte etc.
  • in der Küche für'n Salat
  • zum eincremen, zum Beispiel wenn man rissige Hände von Kalkputz hat
  • Zusatz zu Kalkputz für bessere Sämigkeit
  • Zusatz zu Farben
  • und und und..

Leinöl zur Holzpflege

Verwendet man Leinöl für Holz (-möbel) kann man es in einem Topf erhitzen. So zieht es besser in die Poren ein. Nach rund einer halben Stunde nimmt man dann alles, was nicht aufgesaugt wurde mit einem Baumwoll-Lappen ab. Den kann man dann später noch zum Ofen anzünden nehmen. ;)
Und ich Gegensatz zu Leinölfirnis können sich Leinöl getränkte Lappen oder Pinsel beim trocknen nicht selbst entzünden.

Grüssle,
KEF

Fensterbank aus massiver Eiche fertigen mit Werkzeugvorstellung

Zu den neuen (gebrauchten Fenstern) auf der Nordwestseite fehlen nun noch die passenden Innenfensterbänke.
Natürlich kann man sowas auch fertig kaufen oder fertigen lassen, aber ich wollte sie natürlich lieber selbst machen.

Vor dem eigentlichen Sägen kann man sich eine Art Schablone anfertigen. Ich habe das mit Küchenkrepp gemacht.



Das passende Werkzeug


Man braucht hierzu:

1. Elektrohobel, ich habe einen ganz günstigen für €25. Die Hobelmesser, die original verbaut waren sind sofort ins Altmetall gewandert und wurden durch hochwertige ersetzt. So arbeitet der kleine wirklich ganz passabel. Achtung: Leichter ist nicht unbedingt besser. Wenn der Hobel etwas schwerer ist, liegt er besser auf und lässt sich schöner führen. Meiner ist sehr leicht und wirklich 100%ig exakt kann man damit nicht arbeiten. Aber für kleinere Sachen tut er's allemal.
So kann man das bei relativ vielen Geräten machen, die man günstig kaufen möchte, da man sie nicht oft braucht. Zum Beispiel kann man aus einer "schlechten" Bohrmaschine mit guten Bohrern ein ganz passables Gerät machen. Eine guten Maschine mit schlechten Bohrern bleibt insgesamt eine schlechte Maschine. Und, nein, gutes Werkzeug und Verbrauchsmaterial bekommt man in der Regel nicht im Baumarkt, sondern nur im Fachgeschäft.



2.  Kreissäge. Hier meine von Skil mit einem 65er Blatt, die schafft die 40mm stzarken Eichenbohlen gerade noch so.





3. Japanfeinsäge. Mein neustes Spielzeug. :) Diese DICK Komane 240 hat eine Seite für den Längs- und eine für den Querschnitt zur Faser und sägt durch die Eiche wie Butter. 



Die groben Schnitte kann man mit der Kreissäge vorsägen, für die Ecken nimmt man die Japansäge. Sowas gibt es zB bei Dictum, www.mehr-als-werkzeug.de, wo man auch andere gescheite Sachen bekommt. 




4. Um die schmalen Kanten mit Hobel und Schleifer zu bearbeiten, kann man mit 4 Schraubzwingen die Fensterbank gut festhalten.





5. Zum Schleifen nutze ich fast immer einen Winkelschleifer mit einer "Schwabbelscheibe". Hier kann man Schleifpapier aufspannen und damit sehr gut Rundungen schleifen.
Hier ein Akku-Winkelschleifer von Ryobi, den ich ausprobiert hatte.
Leider hintert einen der Akku daran das Gerät in einem flachen Winkel über das Holz zu führen. Da ist dann ein klassischer Elektrowinkelschleifer doch besser.


Räuchern

Ich wollte die Eiche mal wieder räuchern um einen antiken Look zu bekommen. Siehe auch einen meiner älteren Beiträge hier.
Diesmal habe ich die Fensterbänke mit dem Salmiakgeist eingepinselt (dabei schnell machen und vor allem die Luft anhalten) und danach in zwei gelbe Säcke verpackt und 2x 12 Stunden liegen lassen.




Ergebnisbilder folgen...

Servus,
KEF

P.S. Bei Dictum gibt es derzeit übrigens das Jubiläumsmodell des Klassikers von Löwe.



Zu allen Scheren und Messern liefert Dictum einen Schärfepass mit. Man zahlt nur das Porto und bekommt das Gerät dann geschärft zurück. Ein netter Service finde ich, auch wenn man natürlich - sofern vorhanden - den Schärfeservice vor Ort unterstützen sollte.

Eine (fast trockene) Trockenmauer setzen

Durch das schöne Herbstwetter inspiriert habe ich nun endlich meine Eingangstreppe mal repariert.

Ursprünglich wollte ich eine Schalung bauen und dann mit Beton auffüllen. Da ich aber jede Menge Sandsteine im Garten liegen habe, hier nun der Versuch einer - zumindest größtenteils ohne Mörtel gebauten - Trockenmauer.

Wie man sieht hängt ein Teil der Mauer zur Straße wortwörtlich in der Luft und der Unterbau der Treppe bröselte so vor sich hin.

Da der Durchgang zwischen Karl-Erwin und der Treppe auch recht eng war und dies der einzige Weg ist, den man mit einer Schubkarre befahren kann, habe ich die Stufen leicht schräg abgeflext und weggeklopft.


von vorne
 
von der Seite

Stufen schräg abgeflext
Um die Mauer zu setzen habe ich etwa 20 cm ausgekoffert (= nach unten ausgegraben) und mit Kies aufgefüllt, damit die Steine relativ sicher liegen. Ich glaube normalerweise gräbt man noch tiefer und verdichtet dann, aber bei dem kleinen Mäuerchen geht's bestimmt auch so.



Dann immer eine Reihe Steine gesetzt, so dass sie leicht schräg nach hinten abfallen. So stützen sie sich hinten am Erdreich ab und können nicht umfallen.
Hinter die Steine habe ich dann mit Beton und den Resten des Bauschutts (von der Treppe) aufgefüllt und immer schön zusammengestampft. Das sollte nun eine Weile halten.


Das Abschlußbild fehlt leider noch. Da war es abends schon zu dunkel.


Hinter den Steinen aufgefüllt
Fast fertig...



So schaut sie nun fertig aus. Im Hintergrund sieht man die Sansteinmauer, die NOCH mit Beton "verputzt" ist. Wenn ich demnächst mal Lust auf Zerstörung habe, kommt hier die Hilti zum Einsatz...



Jetzt noch Bepflanzen, dann fertig :)


Grüssle,
KEF

23. September 2013

Flur: Verputzen und Streichen

Am Wochenende wollte ich eigentlich Gartenarbeiten erledigen. Da ich aber meine Astschere durch rohe Gewalt zerstört und meine Gartenschere verlegt hatte, musste ich umdisponieren und mich mal wieder Karl-Erwin's Innerem widmen.

Der Spitzboden ist nun "fertig" und bewohnbar und den Flur wollte ich mir eigentlich bis zum Schluß aufheben. Dann hatte ich aber angefangen die Elektroleitungen einzuputzen und da der Kalkputz nunmal schon angemacht da stand...

Vorher

Gruselig, ich hab's schon innerhalb von eine paar Stunden verdrängt. Da bin ich mittlerweile wirklcih gut drin.





Auf die OSB Platten habe ich wieder die bewährte Leimfarben-Mischung aufgestrichen.

Auf die frisch verputze Wand neben der Haustür kamen erstmal 3 Lagen Kalkputz und Jutegewebe. Dann nach ~24 Stunden die Kalkfarbe mit Pigment und Leinöl. Wenn man auf den noch nicht ganz abgebundenen Kalkputz streicht kann man wesentlich mehr Pigment verwenden, als wenn man das trocknen abwarten würde.

Auf die Wände dann eine Mischung aus Kalkfarbe und Leim. Ich hatte gelesen, dass dies die Streichfähigkeit verbessern sollte und muss feststellen, dass es wirklcih weniger tropft. Der Untergrund war etwas problematisch. Eine bunte Mischung aus altem und neuem Kalkputz, Gips, Leimreste... Man sollte eigentlich alles Alte entfernen, die Leimreste abwaschen etc. Aber wie man sieht geht es auch so. :)


Oben


Unten

Jetzt fehlt noch die Decke - ich weiß sollte man eigentlich zuerst... Aber wann schau ich schonmal an die Decke. Öfter sehe ich mir eben doch die Wand an ;-)


Grüssle,
KEF