15. Oktober 2013

Rezept: Leimfarbe

Zutaten

  • einfacher Tapetenkleister
  • Kreide
  • Wasser
  • optional: Pigmente (Bezugsquelle: Kremer Pigmente)

 

Werkzeug 

  • Rührgerät (aus der Küche)
  • zwei Gefäße

 

Rezept

  1. Kleister nach Packungsanweisung mischen und 30 Min. quellen lassen
  2. Kreide in Wasser einrühren und ebenfalls stehen lassen
  3. Beides zusammenrühren 

 

P.S.:

Ich poste meine Rezepte nun nochmal in separaten Posts, weil man's dann leichter finden kann zum nachmachen.
Unter den Stichpunkten findet ihr das dann unter "Rezept".

Es handelt sich jeweils um die Mischungen, die sich bei Karl-Erwin bisher bewährt haben.


Kommentare:

  1. Wir haben schon immer mit geleimter Wandfarbe gestrichen. Früher habe ich darunter noch Rauhfaser geklebt, aber jetzt finde ich tapetenlose und nur gestrichene wände schöner. In Räumen, wo hohe Abriebfestigkeit vonnöten ist - wie Küche oder Flur - habe ich pro 20l-Wassereimer geleimte Wandfarbe noch eine Kilobüchse Latexfarbe bzw. -bindemittel untergerührt.
    Das ist dann allerdings nur bis zum Abbinden der Latexfarbe uneingeschränkt wasserlöslich. Also Pinsel & Co. gleich auswaschen!

    Geleimte Wandfarbe gibt es auch immer noch fertig zu kaufen:
    http://www.handwerker-versand.de/products/Wohnen-Renovieren/Baufan-Bauchemie/Streichen/Baufan-Geleimte-Wandfarbe-Pulver-3-KG.html
    (Wie zum Teufel setze ich hier einen gescheiten Link rein?)

    Jedenfalls liebe ich das Zeuch. Wenn Nachmieter allerdings keine Ahnung von der Existenz solch einer Farbe haben und fröhlich Dispersion drüberstreichen, haben sie Trauer ....

    Gruß
    Simone

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  2. hey, ich finde deine seite sehr interessant :)
    was aber, bei nem rezept ( egal wofür ) doch immer irgendwie wichtig ist, sind die mengenangaben. wie viel kreide, in wie viel Wasser, gehört da hinein?
    klar, wird man es später variiren können, aber nen basiswert braucht man. wäre schön, wenn du den "nachreichen" könntest.
    lg

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    1. Hallo, ja, stimmt. Ich muss daheim mal meinen Zettel suchen, da habe ich die Mengen aufgeschrieben :)

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  3. Tja, Rezept...
    Man nehme eine Tüte geleimte Wandfarbe (bei Baufan sind's 3kg, wir hatten 2,5kg-Gebinde), schütte den Inhalt in einen 20l-Eimer und fülle gut halbvoll Wasser nach. Gut umrühren, nötigenfalls auch mal mit der Hand Klumpen zerkleinern und über Nacht stehen lassen. Nichts da mit zwei Stunden, wie draufsteht.
    Am nächsten Tag nach Gefühl Wasser nachfüllen, bis gut mit Rolle und Quast streichbar, aber noch etwas dick - ungefähr wie Eierkuchenteig bzw. einen Hauch dicker als ungeschlagene Schlagsahne.
    Wenn die Farbe zu dick ist, kommt sie wieder runter bzw. bleibt an der Rolle kleben, wenn sie zu dünn ist, kleckert's noch mehr als sonst und deckt nicht richtig. Dann unbedingt erst trocknen lassen vorm zweiten Anstrich.

    Bei ungeleimter Wandfarbe bzw. Kreide in einem kleinen Extraeimer Tapetenkleister anrühren, am besten auch über Nacht stehen lassen. Der Anteil an Tapetenkleister hat Einfluß auf die Abriebfestigkeit, je mehr, desto fester.
    Sagen wir, so ca. 1-5 kg Kleister auf 20 Liter Farbe.
    Zum Schluß 1kg Latexfarbe/-bindemittel unterrühren. Mehr geht auch.

    Die Kombi ist deshalb so unschlagbar, weil die Vorteile von Latex (abriebfest, in Maßen auch abwischbar) mit den Vorteilen einer Kreidefarbe (atmungsaktiv, weiches Aussehen, angenehme Haptik, strahlendes Weiß) kombiniert werden. Je nach Mischungsverhältnis geht es mehr in die eine oder in die andere Richtung.

    Wenn man Pigmente oder Abtönfarbe aus dem Baumarkt hinzumischt, braucht man natürlich ein größeres Gefäß, weil man die ganze Farbe auf einmal anrühren muß.

    Faszinierend fand ich übrigens immer, daß weiße Latexfarbe beim Einrühren in die Kreide viel weißer aussah als die Kreide; wenn die Farben aber trocken sind, ist Kreide ein ganzes Stück weißer als Latex.

    Simone

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    1. Hallo Simone, danke für die ausführlichen Infos. Super dass Du schon so viel Erfahrung damit hast.
      Allerdings Abtönfarbe würde ich zB nicht verwenden. Da ist ja auch wieder Chemie drin, da es sich meißt um Dispersionsfarbe handelt. Auch ist sie verhältnismäßig teuer. Die guten, natürlichen Pigmente, die aus natürlichen Erden wie Umbra oder Ocker bestehen habe ich leider auch noch in keinem Baumarkt gefunden. Da setze ich eben doch auf die Bestellung bei http://kremer-pigmente.de, aber ich glaube die habe ich ja schon oft genug empfohlen :)

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  4. KORREKTUR
    Ich habe gerade noch mal nachgesehen. Wir haben 5 kg-Tüten genommen. Meine Angaben oben gelten also für 5kg und nicht für 2,5 kg.
    So ist das mit der Erinnerung...

    Ach so, für ein ganzes Zimmer mit Decken und Wänden, ca. 20m², 3m hoch, braucht man so ungefähr 17-20 kg Farbe.

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  5. Na ja, Latex ist auch Chemie. Da ich aber sowohl von Latex als auch von Abtönfarbe nicht allzuviel hineingebe, halte ich das für vernachlässigbar.
    Natürliche Pigmente geben aber bestimmt die schöneren Farbtöne, sollte ich also vielleicht mal probieren.
    Allerdings - darüber schreiben kann ich mangels Erfahrung eben noch nichts.

    Gruß Simone

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    1. Hi,
      Latex ist eigentlich keine Chemie sondern aus Kautschuk. Man sollte aber wirklich Latex (gibt's in kleinen 500g Eimerchen) kaufen und beimischen, denn in der Latex-Farbe (Fertigfarbe) ist dann laut meinen Recherchen oft doch wieder Chemie drin.
      Ich habe die Latex-Eimerchen mal wieder in meinem Liebslingsbaumarkt (Sonderpreisbaumarkt) gefunden und der Hersteller ist sogar ein Kalkwerk - muss nur nochmal nachschauen welches genau. :-) Grüssle, KEF

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