26. September 2018

Leben ohne Auto - Teil 1 (wieso-weshalb-warum)

Viele würden es wohl eher als ÜBERleben bezeichnen ;-) aber bei uns ist es seit 2 Jahren Realität.


Wie es dazu kam

Ich war früher - in meinem Leben vor Karl-Erwin - eine leidenschaftliche Motorrad-Fahrerin. Hatte immer mindestens zwei Maschinen, bin ganzjährig gefahren und ... auch kein Auto. Natürlich war mein Bewusstsein für Ökologie zu dieser Zeit noch mehr als unterentwickelt ;)
Dann kam der erste Hund und damit war die Motorradzeit vorbei und es gab erstmal ein kleines Auto; ein Daihatsu Cuore L201; drei Zylinder. Dem trauere ich immer noch hinterher. Gibt es leider nicht mehr.
Karl-Erwin forderte dann ein größeres Auto zum Baustofftransport. Im Nachhinein betrachtet, und wenn ich besser über die lokalen Gegebenheiten informiert gewesen wäre, wäre es vielleicht da schon ohne Auto gegangen.

31. August 2018

Neuer Eingangsbereich - mehr Licht, Luft und Wärme (Teil 1)

Hallo!

Es gibt ja so viele Dinge, von denen ich derzeit begeistert bin. Hat aber alles mit Kind und eher weniger mit der ursprünglichen Idee des Blogs zu tun. Andererseits zieht natürlich der "ökologische" rote Faden auch hier seine Kreise und Schleifen. Vielleicht schreibe ich demnächst mal einige Erfahrungen zum Thema autofreies Leben mit Kind (und drei Hunden). 

Aber vorerst Weiteres von Karl-Erwin: Ich kämpfe nach wie vor um jedes Grad °C im Erdgeschoss. Bald wird es Herbst und schon jetzt in den kühleren Nächten spüre ich deutlich wie kalt es unten schon wieder ist. Wir schlafen im Dachzimmer und hier ist das Raumklima einfach wundervoll, da alles perfekt gedämmt ist und sich tagsüber durch die großen Dachliegefenster prima aufheizt. Doch wenn man morgens dann die zwei Stockwerke unten ist: Brrrrrr... Und das vor dem ersten Heißgetränk.

Eingangsbereich vorher

25. April 2018

Heizen und wohnen mit der Sonne: Neuer Wintergarten

Was gibt es Neues? => Einen neuen Wintergarten.

Der Aufbau ging zwar seit November 2017 nur etappenweise voran - Täglich hier und dort mal 10 Minuten oder auch mal eine Stunde - denn immer wenn ich "arbeiten" wollte, war da plötzlich dieses niedliche, süße, perfekte Baby, aber nun ist er seit einer Weile fertig  :)



Ausnahmsweise habe ich zu einem Bausatz gegriffen. Hantieren mit lauten Maschinen geht derzeit einfach schlecht. Ab 12 Monate gibt es dann Baby-Ohrenschützer, die ich natürlich anschaffen werde. Das Gehör der Kleinen ist ja sehr sensibel und auch in lauten Menschenmassen oder auf Festen sollte man die Ohren schützen.

Das Juliana Veranda 6,6 Anlehngewächshaus passt mit seinen 2,2 x 3m perfekt an die Hauswand und erweitert an sonnigen Tagen das Wohnzimmer um einen wunderbar luftigen Raum.
Bei Schnee und Eis konnten wir so möglichst nah an der Natur sein.

Das Stahlfundament, auf dem der Alurahmen mit Scheiben (Einscheiben-Sicherheits-Glas) aufsitzt, steht in 4 Punktfundamenten. Diese sind ca. 80cm in der Erde und 40cm darüber. Das war nötig, da das Terrain leicht abfällt.

Eigentlich sollte man ja bei solchen Bausätzen stur der Anleitung folgen und möglichst wenig nachdenken. Die Anleitung hat allerdings so viele Fehler, fehlende Angaben und auf den Bilder sind die einzelnen Teile oft nicht zu unterscheiden, oder die Richtung nicht erkennbar, dass es eben doch viel nachzudenken und auszuprobieren galt. 
Danke an der Stelle für die Hilfe und das gemeinsame Tüfteln - manchmal braucht's halt einfach Brain, Geduld & Logik; das macht dann auch die fehlende handwerkliche Erfahrung wett :)



Den Boden habe ich nach Aufbau des Gewächshauses eingebaut. Er besteht aus Holzdielen, die auf dem ehemaligen und dafür angepassten Terassenunterbau aufliegen. Vorteil: Das Wassser an den Scheiben läuft außen ab und tropft nirgends auf das Holz. Auf dem oberen Bild sieht man die Scheibe, dann das schwarze Stahlfundament, dann den Boden. Die Dielen sind nicht 100% luftdicht, aber der dicke Wollteppich hat bisher gute Dieste geleistet.

Im Frühjahr hat sich der Raum bei Sonne schon so stark aufgeheizt, dass ich tagsüber die Terassentür auf- und den Ofen auslassen konnte. Nun wird es langsam Zeit an eine Beschattung zu denken...

Nach diesem abgeschlossenen Projekt besteht meine Hauptaufgabe nun darin - neben dem üblichen Gemüseanbau, Anzucht etc. - Haus & Garten krabbelbabysicher zu machen. Das bedeutet: 
Alles absichern wo man runter-/reinfallen oder ertrinken kann. Alles absichern, was umfallen kann. Brennnesseln und Dornen weg. Keller aufräumen. Bei Giftpflanzen besonders aufpassen..... Zum Glück habe ich vier wundervolle 4-beinige Babysitter und auch die Enten sind begehrte "Spielgefährten".

Achja, und dann ist das ja noch das bisschen Haushalt ;-) 

Das nächste Mal schaffe ich es hoffentlich mal zum Thema autofreies Leben zu schreiben. Das geht auch mit Baby erstaunlich gut und - auch wenn es manchmal anstrengend ist - ich fühle mich derzeit entspannter und zufriedener als mit Auto.



Auf bald,
Karl-Erwins-Mama