1. Juli 2014

Bienen: Umzug in Dadant

Beute getrocknet und mit Zitronenmelisse ausgerieben - sollen sie mögen. Tun sie. Jedenfalls sind sie nicht wieder ausgezogen ;-)

Ich habe mich, wie immer, vorab mehr verrückt gemacht als nötig. Das Umsetzen war vollkommen unspektakulär.

Aus alt...


Alte Beute einen Meter weggestellt, neue Beute hingestellt. Brut-Waben umgehängt (ich habe sie nach Beratung doch nicht umgeschnitten), zwei halbe Honigwaben nach hinten - ich imkere jetzt im Warmbau* - Brutnest nach vorne ans Flugloch. Ein Problem war, die Bienen von den Oberträgern zu rauchen damit ich Folie und Deckel auflegen konnte. Fertig. Naja fast.

* Warmbau = Anordnung der Waben von vorne nach hinten, quasi quer. Kaltbau = Anordnung rechts nach links. 
Für mich ist der Warmbau einfach logischer: Brutnest in Fluglochnähe, Futter hinten und später dann mal oben in den Honigräumen. Mit diesem rechts-links System bin ich irgendwie nicht klargekommen und den Bienen ist es wohl egal - zumindest bei offenem Gitterboden.

Nach einer Stunde hatten sie sich dann schon halbwegs beruhigt. Nach einigen Beobachtungen am Flugloch stellte ich allerdings fest, dass sie den Eingang einfach nicht finden. Viele Bienen versammelten sich unter dem Flugloch am Gitterboden. Ich hatte ja nun kein Anflugbrett mehr.
Also, doch wieder ein Brettchen hingelegt, alles gut :-)


... mach neu.

Zwei Tage später, also gestern, habe ich dann noch die Waben etwas sortiert. Die ganz alten nach hinten und vorne zwei leere Dadant-Rähmchen mit Wachsstreifen als Anfang eingehängt. Dafür die fast leeren Honigwaben rausgenommen. 
Anordnung ist jetzt also: zwei Leerrahmen am Flugloch, danach die alten Zanderrähmchen mit Brut, danach 1 Honigwabe. Insgesamt 11. Mehr passen derzeit nicht rein da die Zanderwaben zu breit sind, da haben sie's etwas zu gut gemeint mit dem Wabenbau, bzw. ich war natürlich zu doof um die Rähmchen im richtigen Abstand einzuhängen. Aber sie bauen schon wieder fleißig. Ist schön zu beobachten wie sie so aufgekettet aneinander hängen.

Adam-Fütterer
Gleichzeitig habe ich - damit sie nun noch fleißig Waben bauen - den Adam-Fütterer (das ist eine flache extra Zarge in welche Futter gegeben wird. Die Bienen krabbeln dann von innen ans Futter) aufgesetzt mit 2 Liter Zuckerwasser mit Thymian und Honig den ich aus den Waben gewaschen hatte. Ok, ein wenig will ich zu Bärenfang verarbeiten, aber die Bienen bekommen auch was :) 

Einige Stunden später habe ich doch nochmal den Deckel gelupft. Offensichtlich ist hier doch noch Tracht, das heißt es gibt noch ausreichend Futter von Blüten; sie haben das Zuckerwasser noch nicht angerührt.

Den Fütterer hatte ich zuvor mit heißem Wachs ausgeschwenkt damit er dicht wird. Wachts heiß gemacht, reingegossen, geschwenkt. Dann mit einer Spachtel wieder abgekratzt, nochmal heißt gemacht, .... Das Ganze dreimal. Sollte dicht sein.


Anfangsstreifen am Oberträger

Die neuen Dadanträhmchen sind gedrahtet und ich habe oben ein dünnes Leistchen eingeleimt und dieses mit Wachs überzogen. Als Anfang zum Bauen. Allerdings finde ich es einfacher nur Wachs in die Nut zu geben ohne Leistchen, aber ich werde nun sehen was die Bienen besser finden.


Als Abstandhalter verwende ich 7 mm Polsternägel welche es leider wirklich nur im Imkerfachhandel zu geben scheint. 
Genagelt werden zwei Polsternägel am rechten Schenkel, dann (wichtig!), Rähmchen umdrehen und wieder rechts nageln. So kann man die Wabe später auch einmal drehen (warum auch immer man das tun wollen würde, aber man könnte immerhin). 
In die Dadant-Beute - ein Tipp spät nachts von Heinz - an die Wände je zwei Nägel. Somit kann man am Beutenrand keine Bienen zerquetschen.


Polsternägel als Abstandhalter

Da sie gestern nun immer noch Probleme beim Eingang finden hatten - zumindest meine Interpretation - habe ich nun noch ein Flugbrett zurechgeschnitten. Ein Stück Klick-Parkett passt genau unten in die Aussparung für den Varroa-Schuber. Ich habe es nun noch mit einem breiten Streifen der zum Flugloch hinweist gestrichen. Das sollte als Orientierung dann ausreichend sein.


Apropos Varroa

Gestern drei gefallene Milben gezählt. Am Mittwoch bekomme ich die Behandlungsmittel und dann kann ich notfalls schnell reagieren. Natürlich möchte niemand behandeln, aber gleich im ersten Jahr alles falsch machen möchte ich auch nicht. Für Experimente habe ich dann ja immer noch Zeit später.

Noch Probleme beim Eingang finden

Ach, und lieb sind sie immer noch, meine Bienen. Vollkommen friedlich.

Grüssle,
KEF



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