4. September 2013

Spitzboden: Giebelwand Innendämmung, Teil 1 (Holzständer)

Es geht mal wieder ans Dämmen.
Diesmal ist das kleine Giebelstück zu Karl-Erwin's Frontseite an der Reihe. 
Das habe ich heute früh morgens zwischen erstem Kaffee und Job in Angriff genommen.

Ja, ich weiß Steinwolle ist nicht das ökologischste Material das es gibt. Doch ich habe noch Reste und wegwerfen wäre ja nunmal noch weniger nachhaltig.

Auch ist sie für Innendämmung nur dann geeignet (wie die meißten Dämmstoffe), wenn keine Feuchtigkeit von Innen (der Zimmerseite) in die Dämmung ziehen kann. Daher wird das Ganze, wie der Rest des Zimmers, mit OSB-Platten verkleidet. Diese sind zwar nicht 100% diffusionsdicht (=Dampfsperre), aber immerhin eine Dampfbremse, was in dem Fall ausreichen sollte. Ausprobieren.... 


Steinwolle vs Glaswolle

Steinwolle wie zB Rockwool hat nichts mit Glaswolle zu tun. Außer dass es ähnlich verarbeitet wird. Ich würde in jedem Fall immer Steinwolle vorziehen, denn diese kann man auch ohne Atemschutz und Ganzkörperkondom verarbeiten. Der Staub der Glaswolle hingegen ist gefährlich wenn man ihn einatmet oder in die Augen bekommt (Kopfüberarbeiten) und juckt wie verrückt auf der Haut. Mit Steinwolle hatte ich noch keine Beschwerden.



Die Holzständerkonstruktion

Also, schnell ein Holzständerwerk gebaut. 
Hierbei ist ganz wichtig, dass später keine Hohlräume entstehen. 
Außerdem soll die Holzkonstruktion keine direkte Verbindung zur gemauerten Wand haben wegen der Schallübertragung. Bei mir wäre zweiteres nicht so wichtig, denn eine echte Strasse ist das vor meiner Haustüre ja nicht, aber es hätte sich ohnehin so ergeben.


vorher...

Zuerst die erste Ebene mit 6x8 Kanthölzern. Diese sind seitlich in den Schrägen mit 180er Schrauben in die Sparren verschraubt. Hier kommt dann die Lattung für die Dämm-Matten drauf, die dann einfach zwischen die Latten geklemmt werden.


Zur gemauerten Giebelwand ist nun immer ein Zwischenraum von 1-3cm (= keine Schallübertragung) vorhanden. Diese Stellen müssen dann ausgestopft werden, ich nehme dafür Hanf, oder Schafwolle. Mal schaun, was noch im Keller rumliegt.


Die End-Stärke der Holzkonstruktion entspricht der Stärke der Dämmung. In meinem Fall 11-13 cm, da ich zwei verschiedene Stärken Rockwool übrig habe (11 und 13 logischerweise).


Der horizontale Abstand der Latten zueinander beträgt Breite der Dämm-Matten weniger 2-3 cm (=58cm). Dann kann man die Matten schön dazwischenklemmen. Auch hinter den senkrechten Dachlatten wird dann etwas gestopft damit keine Hohlräume verbleiben.


Unten an den Latten musste ich improvisieren da sie Wand so ungleichmäßig war, dass ich hier kein Kantholz verschrauben konnte. Bei dieser kleinen Wand tut es aber jeweils ein Metallwinkel an einer Dachlatte die unten in den Deckenbalken verschraubt ist. Muss ja nur die paar OSB-Platten halten später.


Unten probeweise eine Matte eingeklemmt. So in etwa wird es dann später aussehen.


Davor kommen dann die OSB-Platten. Man könnte auch eine Dampfbrems-/sperrfolie verkleben und dann Rigipsplatten oder eine andere Holzverschalung. 
Da an diese Wand aber ein Bücherregal soll ist es egal wie es ausschaut und die paar OSB-Platten mehr oder weniger sind dann auch egal.

OSB-Platten werden von Baubiologen teilweise nicht mehr empfohlen, da die Platten Formaldehyt und andere Stoffe enthalten und ausdünsten (können). Sie gelten aber dennoch nachwievor als nachhaltig. Infos zB hier.
Wenn man ganz vorsichtig sein will, nimmt man was anderes (dann muss in dem Fall meiner Dachdämmung aber mit Folie gearbeitet werden und ob das besser ist?!), bzw. erkundigt sich genau nach den Inhaltsstoffen. Angeblich sind billige Platten aus dem Baumarkt höher belastet als solche aus dem Baustoffhandel. Da sollte sich jeder selbst informieren.

Servus,
KEF

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