30. September 2015

Die letzten beiden Zimmer - Teil 4 (dämmen, verputzen)

Heute ein etwas längerer Beitrag. Ich habe viel gearbeitet die letzten paar Tage.

Vorbereitungen


Ich hatte als Vorbereitung alle Platten mit der Kreisssäge vorgeschnitten und -gepuzzelt. Und durchnummeriert. Klar.

Wenn man schlau ist, klärt man wie die Fensterbank sitzen soll, solange die Platten an der Wand stehen. Man sollte die Platten dann an dern entsprechenden Stelle noch Einschneiden damit dort später (vor dem Verputzen) die Fensterbank gesetzt werden kann. 

Dann wird alles wieder entpuzzelt. Nun auf der Wandseite die Platten einmal mit seeehr dünnflüssigem Putz vorgestreichen. Sonst hält der Putz später nicht. 
Den Tipp habe ich bekommen und mir ausnahmsweise nicht selbst ausgedacht ;-)

Damit ich später immer genau die Stelle an der Wand einputzen kann, an welche die Platte kommt, habe ich beim auseinanderpuzzeln mit Bleistift die Wand markiert. Der Putz zieht auf der Wand trotz vornässen einfach sehr schnell an und mit Markierungen habe ich zumindest eine realistische Chance die Platte in den Putz zu klopfen und festzudübeln bevor der Putz halb fest ist.



Vorgepuzzelt und durchnummeriert



In folgender Reihenfolge - und nur in dieser - lässt sich die Dämmung am besten anbringen sofern man nur einen Dackel und zwei Hände zur Verfügung hat.


Immer mittendrin mein kleiner Staubdackel :-)
  1. Wand gut vornässen.
  2. Mit der Zahnspachtel Putz auf die Platte auftragen.
  3. Putz für diese eine Platte auf die Wand auftragen
  4. Platte in den Putz klopfen
  5. Überstehenden Putz mit der Spachtel gleich wieder von der Wand nehmen, zurück in den Eimer damit.
  6. Festdübeln
  7. Goto Schritt 2 until fertig.
Platten mit sehr dünnem Putz vorstreichen


Platten in der richtigen Reihenfolge und gestrichen ablegen

 

Dämmung anbringen



Mit der Zahnspachtel Putz auf die Platte auftragen

Putz an die Wand, Platte dran, überstehenden Putz wieder abnehmen, dübeln

Zwischendurch natürlich immer mal wieder die Wand einsprühen. Je nach Saugfähigkeit.

Am Ende schaut das dann etwa so aus. Die Lücken zwischen Wand und Decke mit Hanf oder Ähnlichem ausstopfen.
Ich hatte die Fenster bündig mit dem Innenputz setzen lassen. So habe ich mir die Dämmung der Laibung gespart. Die Platten stehen etwa 1cm über den Rahmen - sofern der Rahmen das hergibt. Oft sind sie zu schmal. Das sollte man vorher beim Hersteller klären.




Wenn alles an der Wand ist sollte man die Platten nun auch von der Zimmerseite mit ganz dünnem Putz streichen. Das erleichtert das Aufziehen später erheblich.

Verputzen

Und wenn das mal fertig ist, dann fängt es endlich an Spaß zu machen.
Verputzen. Yeah!

Fensterbänke nicht vergessen!

Erst eine Schicht Putz, dann die Jute als Rissbrücke einarbeiten (die Jutebahnen hatte ich natürlich auch schon vorgeschnitten).
Das schöne ab jetzt ist, dass man sich vollkommen entspannen und Zeit lassen kann. Denn auf den Platten zieht der Putz extrem langsam an. Selbst nach 10 Stunden ist er noch zu feucht zum Abpinseln oder Abreiben.  
Man kann also getrost die ganze Wand verputzen und dann in einem Rutsch die Jutebahnen einlegen.
Dann kann man entweder noch eine Schicht aufziehen, oder man macht das ein paar Stunden später.



Platten mit einer Schicht verputzt und Jute eingearbeitet

Heute früh habe ich dann einmal vorsichtig abgepinselt. Ich möchte eigentlich eine leichte Struktur ohne Pinselstriche. Da ich aber nicht wusste, ob der Putz bis heute Nacht warten kann hat er jetzt eben leichte Pinselstriche. Auch gut.




So viel Verputzerei macht natürlich müde.

Meine Erfahrung sagt mir mittlerweile, dass ich früher den Putz immer viel zu fest angemischt hatte. Im Sinne von zu trocken.
Wenn er flüssiger ist fällt er zwar leichter von der Kelle, aber er lässt sich wesentlich einfacher und schöner aufziehen.

Daher meine Empfehlung: Nehmt Euch einen Eimer und mischt hier den dünnflüssigen Putz noch mit 1-2 Kellen Sand so dass er etwas dicker ist. 
Mit diesem verputzen ihr die Ecken und die Übergänge zur Decke; das gibt bei mir immer am meißten Schweinerei. Außerdem natürlich die Laibungen, die bei mir immer abgerundet sind. Das finde ich hübscher und es gibt mehr Stabilität.
(Bei geraden Kanten gehört eine Eckschiene rein)

Mit dem dünnen Putz kann man dann die großen Flächen weiter bearbeiten.




Achja, Stromleitungen habe ich vor dem Verputzen noch gelegt und Steckdosen gesetzt. Hinterher wäre das ungeschickt.
Also vorher nochmal überlegen, ob man nicht später irgendwo doch noch eine Stromquelle brauchen könnte ;-)

Morgen früh geht's weiter und dann geht's auch schon ans Aufräumen und Streichen...
Ich freu mich drauf :)

Servus,
KEF

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