29. Dezember 2018

Alten Dielenboden sanieren - fräsen, hobeln, schleifen, flicken...

Seit Monaten geistert mir mein Dielenboden in Küche und Wohnzimmer im Kopf herum. Vermutlich habe ich zu viele "Schöner Wohnen" Ausgaben angeschaut. Überall sieht man helle geseifte Dielen... Das End vom Lied: Die dunklen Dielen gefielen mir nicht mehr und dann war da seit dem Einzug vor fast 8 Jahren ja auch immer noch ein Loch im Boden. Bzw. seit 8 Jahren ein aufgespaxtes OSB-Brett über dem Loch ;-)
Zebraboden?!


Ich habe alles 100te Male Hin und Her überlegt:

- Dielen komplett rausreißen, alles neu, Perlit-Dämmung, neue Dielen drauf
- Abschleifen lassen
- Selbst abschleifen..... Womit? Gerät mieten? Oder mit meinen Gerätschaften?

... wie meist habe ich mich für's Selbermachen und die Minimallösung "entschieden", bzw. dafür möglichst viel der alten Substanz zu erhalten und die Geräte, die ich eh habe, zu verwenden. 

Ein Mietgerät wäre natürlich die schnellere Lösung gewesen. In der Theorie. In der Praxis sieht es aber ja doch so aus, dass ich immer nur mal hier und da eine halbe Stunde arbeiten kann, wenn die Kleine Lust hat, oder schläft. Daher also doch Step-byStep.

Zuerst Wände Streichen, wenn schon, denn schon!

Vorher
Dann alle Nägel versenken. Ich habe es tatsächlich geschafft, ohne dicken Daumen.

Die Lackfräse leistet hier mal wieder gute Arbeit. Da meine Tochter zwar den Kapselgehörschutz akzeptiert, aber eine Staubschutzmaske eher nicht (gibt es auch nicht in Kleinkindgröße - Marktlücke?!) - schließe ich die Kleingeräte nun an einen Allessauger an. Das Gerät hat eine Steckdose, an welches wie hier zB die Lackfräse angeschlossen wird. Sobald man dann anfängt, schaltet sich automatisch die Absaugung hinzu. Ich hätte es nicht gedacht, aber man arbeitet tatsächlich komplett staubfrei.


Eine Riesenerleichterung für mich. So kann ich auch mal nur 10 Minuten arbeiten und alles ist genauso sauber wie vorher.
Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich so einen Sauger schon viel länger gehabt.



Die Lackfräse arbeitet leider auf den welligen, ausgetretenen Dielen nicht so effizient wie gewünscht. Ich bin dazu übergegangen die Erhebungen nun zuerst mit dem Elektrohobel (mit Absaugung) zu bearbeiten. Oben im Hintergrund sieht man dann auch schon den Schnitt mit welchem ich das kaputte Stück Dielen entfernt habe.

Irgendwer hat den Balken unter den Dielen weg geknabbert

Unter den Dielen kam dann ein weg geknabberter Balken zum Vorschein. Außerdem viel Sand, der hier dem Verfüllen dient. Den Sand (und Schutt) hier teilweise zu entfernen um einen neuen Lagerbalken zu legen, war bisher das Staubigste der ganzen Aktion.

Zum Ansetzen müssen ganz normale Bretter herhalten. Man hätte die Bretter eigentlich ausklinken sollen um hier zu überlappen. Ich habe mich für das kleine Stück für das Auslegen einer Folie über dem Sand entschieden. Die Bretter lagen im Keller, sollen sich also im Sommer zusammenziehen und eine Fuge entstehen lassen. Die Folie verhindert dann, dass hier eine Lücke entsteht. Was aber vermutlich auch kein Drama wäre.
Zum Ausstopfen von Lücken nehme ich mal wieder meine geliebte Schafwolle. Hier mal wieder ein Hoch auf ökologisches Bauen. Meine Tochter hat fleißig mitgestopft. Mit Styropor, Glas- oder Steinwolle geht sowas natürlich nicht. 


Ich war dann aber doch einen ganzen Tag mit dem kleinen Eck beschäftigt. Aber ich finde es schaut schon ganz anders aus so hell.


Morgen geht's weiter mit fräsen und dann kommt der Bandschleifer zum Einsatz...

Nachweihnachtliche Grüsse,
Karl-Erwins-Bauarbeiterinnen

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