25. August 2015

Ein Plädoyer für den Strudel (und der ist sogar vegan)

Heißer Apfelstrudel. Mit Zimt und Zucker. Und mit einer Kugel Vanilleeis. Ein Klecks Sahne. Das Knacken als die Gabel durch die knusprige Hülle dringt, hinein in die saftige Mischung aus Äpfeln, Nüssen und Rosinen.....
Schnee und Berge....




Gut soweit ist es noch nicht, aber ich möchte Euch ganz dringend ans Herz legen dem Strudel eine Chance zu geben. Strudel aus echtem Strudel- und nicht aus Blätterteig!



Seit ich letztes Jahr entdeckt habe, dass ich zwar keinen Kuchen backen kann (gut, dass wusste ich schon früher), aber ein Händchen für Strudel habe, gibt es den nun regelmäßig.

Ich verspreche Euch hoch und heilig, dass er der Renner ist.
Man wird Euch danach nie wieder glauben, dass ihr nicht kochen oder backen könnt. 

Liebe Männer: Wenn ihr Eure (potentielle) Schwiegermutter beeindrucken wollt: Backt Apfelstrudel! 
Liebe Schwiegertöchter: Versucht nieeeeemals einen beliebteren Kuchen zu backen als die Schwiegermama. Das mag die nämlich in der Regel nicht (auch wenn sie so tut als ob).

Außerdem ist der Apfelstrudel so vegan, wie nur irgendwas vegan sein kann. Und man muss noch nichtmal so tun, als hätte man Butter, Eier oder Milch verwendet. Man braucht das einfach nicht. Punkt.

Und: Ihr braucht dafür im Gegensatz zu anderen Kuchen, keine Form, sondern einfach nur ein Backblech. 
Nur eine Schüssel und kein Rührgerät. 
Keine 30 verschiedenen Zutaten, die ihr dann nie wieder braucht. 

Gut, nun aber los.


Zutaten für den Strudelteig

 

250g Dinkel- oder Weizen-Dunst (heißt manchmal auch Spätzlemehl, Rosenmehl Wiener Griessler bekommt man fast überall). Und ja, es muss Dunst sein. Normales Mehl geht nicht. Dies ist aber auch wirklich die einzige "Spezialzutat", die ihr außerdem noch für Spätzle verwenden könnt.
100ml Wasser
3 EL Öl (bitte ein neutrales Öl, kein Olivenöl!!)



Zutaten für die Füllung

 

Äpfel in Würfeln, Schnitzen, oder wie auch immer zerkleinert :-) Wieviele? So viele ihr mögt. So 1,5kg dürfen es schon sein. Ich verwende immer Fallobst. Wer es auf die Spitze treiben will mischt weichkochende Apfelsorten (zB. Jakob Fischer) mit solchen, die nicht so weich werden. Ausprobieren.


Optional: 
[Nüsse oder Mandeln, so 1-2 Hand voll. Grob mit dem Messer gehackt.
Zucker, so 100g
Weckmehl, je nach Saftigkeit der Äpfel. Ich nehme immer eine Handvoll.
Rosinen, ne Handvoll]




Der Teig

 

1) Dunst, Öl und Wasser zu einem Teig verkneten. Ja, einfach so. Er ist richtig, wenn er nirgends mehr klebt. Zur Seite stellen.


Die Füllung


2) Äpfel klein schneiden. Zur Seite stellen.




3) Nüsse hacken.




Zusammen mit dem Weckmehl in Pfanne oder Topf anrösten.


 Man kann den Zucker zum karamellisieren zugeben.

4) Arbeitsfläche freiräumen. Ihr braucht etwa 50x100cm Platz. Kein Witz!

5) Teig erst ausrollen (Fläche leicht einmehlen), dann ziehen. 



Ich nehme ihn dafür zuerst in die Hände (nein, er klebt nicht). Durch die Schwerkraft zieht er sich quasi selbst größer. Dann hinlegen und vorsichtig (hier braucht man etwas Übung), die Rände dünner ziehen. 



Wenn irgendwo ein Loch entsteht ist das nicht schlimm. Er sollte so dünn sein, dass man durchschauen kann (nein, ich habe noch nicht versucht Zeitung durch den Teig zu lesen).

6) Äpfel, Nussmischung, Zucker und Rosinen verteilen. Seiten einschlagen und aufrollen. 



7) Bei 200°C ca. eine Stunde backen.







Einfach nur hmmm und dabei total gesund. :-)



Er schaut riesig aus, aber ich verspreche: Er ist schnell gegessen.

Den Teig kann man natürlich auch für andere Strudelfüllungen verwenden.

Viel Spaß beim Backen!
Karl-Erwins Strudlerin


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