22. August 2012

Sanierung Fensterläden - Teil 2 (Farbentfernung Teil II und ölen)

Nach einigem Hin und Her und nach einem verdienten Kurzurlaub hier nun - vielleicht nicht die ultimative Methode, aber - die Methode, welche für mich funktioniert.

1) Fensterschlag auseinanderbauen (siehe vorherigen Post)
2) Geeignete Einspannvorrichtung finden. In meinem Fall habe ich mir, um die Lamellen einzeln abzuhobel, zwei flache Hölzchen seitlich von innen an den Holzschraubstock meiner Werkbank geschraubt. So liegen die Lamellen flach auf und ich kann mit dem Elektrohobel darüberfahren und muss nicht jede Lamelle neu justieren. 

Verhobelt?Da hilft dann manuelles beiteln - schräg zur Faser

3) Abhobeln
4) Bandschleifer verkehrt herum einspannen. Schleifen.


5) Zusammenbauen (Achtung: schwieriger als auseinander ;)

Zusammenbauen

6) Grundieren

 

 

Zum Bandschleifer

Es ist bei Werkstücken, welche klein und leicht sind und/oder oft gewechselt werden leichter, das Gerät statisch zu nutzen und das Werkstück darüber zu ziehen als umgekehrt. 

Fertig geschliffen

Ich habe den Bandschleider einfach in meinen Schraubstock eingespannt. Dann muss man meißt noch den Sicherheitsknopf (den man normalerweise gedrückt halten muss, damit das Gerät läuft) mit Kabelbindern überbrücken. In diesem Fall nutze ich immer eine Steckdose am Boden, die einen Ein-/Aus-Schalter hat. Im Notfall kann man dann schnell drauftreten. Beim  Bandschleifer aufpassen mit zu großen Handschuhe (wie in meinem Fall fast immer), die könnten sich in dem Schlitz zwischen Band und Gerät (da wo's reindreht) verheddern und das macht Aua - danke für den Tipp :-*


Zum Grundieren

Im Fall der Farbe viel meine Wahl auf die Standölfarbe von Kreidezeit. Dort wird empfohlen auch gleich das Grundieröl vorab zu nutzen. Schaut man nach, stellt man fest, dass das Grundieröl zu 50% aus Leinölfirnis und zu 50% aus Balsamterpentinöl besteht. 


Das Balsamterpentinöl habe ich daraufhin auf ebay gekauft und mische mir meine Grundierung nun selbst; zu weniger als der Hälfte vom Preis. Moralisch ist das vielleicht ein wenig bedenklich sich erst ein Rezept abzuschauen und es dann selbst zu mischen (wie sich in einem Geschäft beraten zu alssen und dann doch online zu kaufen), aber ion dem Fall habe ich mal eine Ausnahme gemacht, da ich einfach größere Mengen brauche und leider noch keinen Goldesel habe. Bei der Farbe wäre das Selbstmischen evtl. auch gegangen, aber die Pigmente sind so teuer, dass sich der Aufwand nicht gelohnt hätte bei der relativ geringen Menge.
Grundiert zum Trocknen im Kaninchenstall

Danach geht es dann weiter mit der Standölfarbe in halbfett und danach in vollfett.

Viel Arbeit, aber schön :-)

Grüssle,
KEF

Keine Kommentare:

Kommentar posten