15. November 2012

Küchenbeleuchtung - ohne Oberschränke

Nachdem ich ja ganz viele Ideen hatte ist mir vorgestern Nacht etwas eingefallen, das alle meine Kriterien erfüllt:
Flexibel, luftig, erweiterbar, hell genug zum kochen/schnippeln, aber nicht so ungemütlich wie Leuchstoffröhren und montierbar ohne Oberschränke.
Und dann noch aus Materialien, die ich eh schon hatte. 
Die Lösung: Ein Halogenseilsystem.

Zuallererst musste ich mal wieder feststellen, dass Eiche sehr hart ist...

Das war mal ein Bohrer
Das war mal ein Schraubhaken

13. November 2012

Eiche räuchern - aus neu mach alt

Vor einigen Monaten suchte ich nach Möglichkeiten die Farbe von Holz zu verändern. Klar, beizen, lackieren, streichen, kalken etc.... Irgendwie kam ich dann auch auf das Verfahren des Eiche räucherns.
Dabei dachte ich zuerst es handle sich um eine Art räuchern mit Feuer - so wie man das eben von Fleisch und Fisch kennt.

Gemeint ist allerdings das Eichenholz gewissen Dämpfen auszusetzen, welche die Farbe verändern. 
Im natürlichen Prozess dauert die Farbveränderung der Eiche Jahrzehnte oder -hunderte. Wenn man sich wirklich alte Eichenbalken anschaut sind diese dunkelbraun, fast schwarz. Zwischen dieser Farbe und dem neuen Holz gibt es eigentlich meißt nur Eiche rustikal, was eher ins gelbliche geht und nicht so mein Geschmack ist.

Früher hat man wohl Eichenholzmöbel einige Tage in Viehställe gestellt, da das Ammoniak dort mit der Gerbsäure im Holz reagiert und so die Farbe verändert. (die armen Tiere sage ich da nur...)

Eine etwas humanere Methode ist das Räuchern mit Salmiakgeist (im zweifelsfall gibt es das auf ebay oder in der Apotheke). Die Lösung ist auch unter den Namen Ammoniaklösung oder Ammoniumhydrox zu finden. Im Handel bekommt man meißt 25%igen Salmiakgeist. Die 25% braucht man zum Räuchern. Ab 10% wird die Lösung als ätzend deklariert, also wie immer bei Chemie vorsichtig sein und bloß nicht mit irgendwas (außer Wasser) mischen!!

Vergleich zum Ausgangszustand

Ich habe in einem kleinen Versuch das Stück Eiche auf einen Plastik-Tisch gelegt und darüber eine Kunststoffkiste gestülpt. Dann ein Becherchen mit Salmiakgeist reingestellt - da sollte man sehr schnell sein, da das Zeug absolut wiederlich ist - und die Ränder mit Klebeband abgeklebt. Dann 24 Stunden warten.

links das Splintholz mit wenig Gerbsäureinhalt

Ölt man das Ganze dann noch,  bekommt man eine ganz tolle Oberfläche.



Lebensmittelfreundilches Hartöl von Kreidezeit

Wenn ich demnächst mal eine Woche nicht zu Hause bin, möchte ich 2-3 l in die Küche/Wohnzimmer stellen um die verbauten Eichenbalken ebenfalls zu dämpfen. Danach sollte man dann noch ein paar Stunden mindestens lüften, damit der Ammoniak restlos verfliegt.



Ölen hebt die Farbe noch mehr hervor
Wie immer empfehle ich, dass Ihr Euch nochmal selbst informiert. Mit Chemie ist nicht zu spaßen, aber man kann eben schöne Sachen damit machen.
Ammoniak ist giftig, schädlich für die Umwelt, stark ätzend und riecht äußerst stechend.

Das Räuchern funktioniert ausschließlich bei Holz mit viel Gerbsäure; also Eiche und (muss ich raussuchen was noch).


Hier nochmal sehr gut erklärt: http://www.hgkoenig.de/index.php/tipps-und-tricks/raeuchern-mit-ammoniak
Und Wiki weiß auch was dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4uchereiche


Grüssle,
Karl-Erwins-Frau

6. November 2012

Reparieren einer alte Dachluke

Ganz kurz hier diesmal nur eine kleine Reparatur einer alten (Zink?-) Dachluke wie es sie häufig gibt.
Ich hatte zwar überlegt sie gegen ein kleines Isofenster zu tauschen, habe es dann aber doch nicht über's Herz gebracht, denn eigentlich ist die Substanz gut und wird noch einige Jahre halten.

Irgendwann im Sommer begann es jedenfalls an der Dachluke reinzuregnen.
Nachdem ich zuerst dachte es käme von dem Sprung in der Scheibe habe ich dann aber zufällig festgestellt, dass ein großer Batzen Moos über der Luke das Wasser aufsog und dann nach innen abgab.


Die Innenlaibung war auch nicht mehr so schön, also, Dachluke ausgebaut, Scheiben raus, neue Scheibe geschnitten, eingekittet, Innenlaibung entfernt.....

Den Lukenrahmen (gibt es das Wort?) haben ich mit einem Rahmendichtband, das ich noch von meiner Terrassentür übrig hatte an das Holz angeschlossen. Die neue Innenlaibung ist aus Sperrholz und die Ecken habe ich ausnahmsweise mal mit Acryl aus der Tube zugeschmiert. Jetzt ist es halbwegs winddicht.




Jetzt noch streichen, die Rahmen für den Übergang zwischen Laibung und Wand abziehen, streichen und montieren und dann noch ein Innenfenster davorbauen. Dann wäre das auch erstmal erledigt :)

Interessant ist noch, dass die Konstruktion vorher eigentlich die Selbe war (nur ohne Acryl) und es keinerlei Schimmel oder Feuchtigkeit gab, da immer genügend Luft zirkulieren konnte (manchmal vielleicht etwas zu viel).
Die komplette Schräge der Wand besteht aus Sauerkrautplatten - in der damaligen Zeit vermutlich ein super Ökodämmstoff ;-) Dahinter sind dann direkt die Dachlattung und die Ziegel.


LG,
KEF

29. Oktober 2012

Winterfenster - Winter 2012/13

Es wird eben doch auch dieses Jahr wieder Winter.

Also, Fenster aus dem Keller geholt und montiert. Dieses Jahr geht es ein wenig schneller als letztes Jahr, da die Winkel-Halterungen schon vorhanden sind und ich auch nichts mehr zurechsägen und anpassen muss.

Vorfenster - Aufwand 1 Std., Kosten €0,-
 
Kleine Verbesserung: Diesen Winter setze ich die Fenster (die zu niedrig sind, aber ich hab eben derzeit nur die) ein wenig höher auf Holzbälkchen, damit der obere waagerechte Teil des Fenster nicht die Aussicht stört.
An dem Balken unten lasse ich auf einer Seite ein kleines Rechteck frei für die Lüftung. Will ich nicht lüften steht einfach ein Brettchen davor.

Auch kommen die Fenster ein wenig weiter in die Laibung so dass ich jetzt die Fensterläden auch noch zusätzlich von außen verschließen kann.

Der Aufbau von innen nach außen. Holzsprossenfenster (2mm Einfachglas) -> (geschenkte) Meranti Doppelisolierglas Fenster (fest vorinstalliert) ->
Fensterläden.



Vor das Bad und die Speis kommen wieder die einfachverglasten Vorfenster. Ich habe noch keine so kleinen Isolierfenster gefunden, deswegen
hatte ich diese letztes Jahr extra gebaut.


Mit weißem Probeanstrich

Jetzt muss ich nur nochmal Fenster putzen ;)


Vor die dünne Holz-Eingangstür, an der es extrem kalt wird - danke an die Anregungen aus dem selbstvers.org Forum - kommt erstmal nur ein Vorhang.



Kuschelige Grüsse,
Karl-Erwins-Frau

24. Oktober 2012

Weißkalkhydrat....

Nachdem ich bisher einen recht teuren Kalkputz verwendet hatte, wollte ich nun im Gegenzug mal die günstige Variante versuchen.

Nach öfterem Nachfragen und erklären bei den lokalen Baustoffhändlern habe ich auch tatsächlich Weißkalkhydrat in Säcken bestellen können. Man muss dabei scheinbar ein wenig mit den Begriffen wie Löschkalk, Weißelkalk, Kalkhydrat, Weißkalk, CL90, Stallkalk, Ca(OH)2 und "sollte um die @5,- pro Sack kosten" um sich werfen; bei mir kamen zuerst überall Absagen und dann irgendwann "ach, das meinen sie....! "

Zwei der vier Säcke habe ich eingesumpft, also in Fässer mit Wasser eingerührt und diese stehen jetzt (wichtig: frostfrei!) so lange rum bis ich sie brauche. das einsumpfen soll die Qualität heben. Schaden tut es jedenfalls nicht und die Verarbeitung zur Farbe ist dann auch weniger aufwendig, da man ja schon vorgemischt hat.
Die andere beiden Säcke hebe ich auf für Mörtel, Putz, etc...
An meinem Kamin habe ich mit einer 1:4 Kalk:Sand Mischung einen Stein eingemörtelt. Hält bombig und lässt sich auch nicht anders verarbeiten als das teure Zeug. Ich denke es ist einfach nicht ganz so "bio" und entspricht nicht den Denkmalschutzrichtlinien, aber für den Hausgebrauch glaube ich taugt es allemal.



Einen Teil des eingesumpften Kalkes habe ich nach 14 Tagen an der Fassade getestet. 1:4 mit Wasser gemischt und dann drauf los gepinselt. Schaut ein wenig aus wie im Urlaub ;)




Ich werde jetzt sehen, wie gut das Ganze über den Winter hält. Es kreidet ein wenig nach, denn eigentlich sollte man den Aufbau mit einer höheren Verdünnung mit Wasser (siehe Posts vom Streichen mit Kalk von innen) anfangen, aber macht insgesamt einen super Eindruck.Das Bad werde ich damit auch noch streichen, denn dafür war ich bisher zu faul, aber ein wenig mehr Helligkeit wäre schon schön.

Ansonsten habe ich noch ein wenig an meiner Treppe betoniert. Jetzt fehlt noch die vorletzte Stufe.


Und mal wieder an den Fenstern gewerkelt mit meinen neuen Ziehklingen (<- super Werkzeug, kann ich schwer empfehlen!). Ein Fenster werde ich jetzt erstmal nur innen - da außen noch genügend Leinöl für den Winter aufgebracht ist - mit Standölfarbe streichen. Die Beschläge möchte ich sichtbar lassen - auch die lassen sie mit der Ziehklinge gut von den letzten Resten alten Lackes befreien..


Und nebenbei gibt es noch jede Menge Pilze in den heimischen Wäldern, die es zu sammeln und zu trocknen gilt. Zum Glück ist es schon kalt genug um den Kaminofen zumindest teilweise anzuschüren. Der hat dieses JAhr noch einen Warmlufttauscher als Aufsatz bekommen. Dieser soll ein wenig Luftzirkulation und hoffentlich so insgesamt mehr Wärme bringen.


Herbstliche Grüße,
Karl-Erwins-Frau