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17. April 2013

Der Sommer ist da - Abbau der Winterfenster

Juchee!

Endlich ist es warm. 
Die Winterfenster haben nun den zweiten Winter gute Dienste geleistet und kommen jetzt über den Sommer in den Keller.


Der Ausbau hat gerade mal 30 Minuten gedauert; ich kann diese Methode nur immer wieder empfehlen, wenn man seine alten Fenster nicht austauschen möchte.

Nun bereite ich die Sprossenfenster für den vorerst letzten Anstric der nächsten Jahre vor. 


Der Anstrich mit Leinölfirnis und Pigment hat zwar dafür gesorgt, dass die Fenster nicht weiter kaputt gehen, aber so ganz ideal ist das zweimalige Nachstreichen pro Jahr eben doch nicht: Es macht recht viel Arbeit - das Leinöl bleibt recht klebrig, so dass sich viel Staub festsetzt (was das Holz nicht stört nur das Aussehen) und meißt laufen ein paar Tropfen über die Scheiben und der Aufwand das wieder sauber zu bekommen lohnt einfach nicht.

Also verwende ich nun auch für die Fenster das bewährte Standöl von Kreidezeit, das ich auch schon für die Fensterläden benutzt hatte. Standöl wittert laut Herstellerangaben in etwa 10 Jahren nach und nach ab; dann kann man einfach wieder neu streichen. Mal schaun...


Werkzeugempfehlung: Ziehklinge 

Zur Vorbereitung ist die Ziehklinge unersetzlich. Die klebrige Schicht lässt sich nicht wirklich abschleifen, da sich das Papier immer zusetzt. Mit der Ziehklinge funktioniert es bestens. 
Meiner Meinung nach eines der hilfreichsten Werkzeuge zur Oberflächenbearbeitung von Holz und zu unrecht weitgehend unbekannt unter Laien.

Grüssle,
Karl-Erwin's Frau

14. November 2011

Fenstersanierung Teil 4 - Alte Fenster alternativ und kostengünstig selbst dämmen

Hallo,

die alten Holzsprossenfenster sind also nun saniert. Allerdings ist es a weng kühl geworden bei Minustemperaturen nachts - zum Glück nur draußen, denn ich habe ja Maßnahmen getroffen um Karl-Erwin zu wärmen.



Fenster war ein wenig zu kurz, aber so ist es genau richtig von der Dichtigkeit


Das Gute ist, dass das auch ohne große monetäre Investitionen funktioniert hat - gut, ein paar Winkel, Schrauben, aber vor allem mal wieder viele Stunden Arbeit. Etwas Stopfhanf, bzw. Schafwoll und zwei Tuben "MEM Öko-Korkdicht" (gibt's im Baumarkt leider bisher nur auf Bestellung).


Hauptsächlich habe ich Holzfenster mit Doppelisolierverglasung ohne Rahmen verwendet und diese fest installiert.
Nach langen Überlegungen ob ich die Fenster außen oder innen davorsetze, habe ich mich für außen entschieden, da ich die alten Fenster noch zusätzlich vor Witterung schützen wollte.


Wohnzimmer Vorfenster, davon eines nach außen zum Öffnen
Bis auf ein Fenster im Wohnzimmer, welches sich von außen nach außen öffnen läßt (zum Gegenlüften dienen Keller-, bzw. Eingangstür für Durchzug), sind alle Fenster fest installiert, was nicht schön ist, aber anhand der Größe für mich einfach nicht anders zu bewerkstelligen war.



Bei solchen Basteleien muss man unbedingt beachten:
Innenfenster müssen dichter sein, als Außenfenster, damit die Feuschtigkeit raus kann. 

Silikondichtung innen - MEM Korkdicht außen
Wenn man das nicht so macht, zieht die Luft über das innere Fenster in den Zwischenraum und die Feuchtigkeit schlägt sich am Außenfenster an, weil sie nicht raus kann. Ist das Außenfenster zu undicht, kommt wiederrum keine dämmende Luftschicht zustande und das innere Fenstere beschlägt innen. Kastenfensterprizip eben - muss man a weng rumprobieren, bis es passt. Aber mit Stopfhanf kann man ja gut variieren.

Ansonsten habe ich die Innenfenster schweren Herzens mit Silikon abgedichtet: Also, Silikonwurst in die Falz gesprüht, Klarsichtfolie aus der Küche drauf, zu machen und 2-3 Tage trocknen lassen. Passt sich perfekt an, was bei den alten Holzfenstern einfach wichtig war.



Selbstgebautes Bad-Vorfenster


Das beste Ergebnis bisher sind mit meinem 9kw Holzofen morgens 17°C-Unterschied (Plus) zur Außentemperatur bei -2°C wobei die letzte Anschürung 5 Stunden zurück lag. Ofen ist übrigens der hier: Bruno Romantik Mini. Es wird aber vermutlich knapp ohne Zusatzdämmung der Wände, wenn es richtig kalt wird, aber mal schaun....









Ofenkuschelige Grüße,
Karl-Erwin's Frau