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21. April 2015

Vom Hundersten ins Tausendste - der ganz nornale tägliche Wahnsinn

Es gab Zeiten da habe ich mich über so etwas aufgeregt.

Projekt: Abbau der Provisorien. Teilprojekt: Entenstall

Ich möchte dieses Provisorien aus alten Fenstern abbauen, das bisher als Entenstall diente. Zum Einen kann ich dann die Fläche dort irgendwie anders nutzen (zufällig habe ich da schon mindestens zwei Ideen), zum Anderen war's einfach nicht hübsch und das Dach war auch nicht mehr ganz dicht.

Ich stehe also morgens früh auf, ziehe meine Arbeitsklamotten an (also,die Klamotten, die ich eigentlich jeden Tag anziehe) und nehme meinen Kaffee mit in den Garten.

Das neue Entenhaus, eine ehemalige Hundehütte, habe ich schon am Vortag an den geeigneten Platz gestellt. Neben dem Hühnerstall. Denn dann kann ich den elektronischen Türöffner um einen Entenhaus-Schieber erweitern und mit anschließen. (Neben dem Hühnerstall stand bis vor einigen Tage noch ein anderes Provisorium, das als Holzlager diente. Alleine das Umräumen und abbauen hat mich fast eine Woche Zeit gekostet)

Um das Entenhaus will ich nun noch ein kleines Gehege bauen. Der Stall ist zu klein für Wasser und Futter und die Enten. Und das Wasser steht draußen einfach besser. Die Enten planschen eben doch sehr viel.




5. April 2015

Ein (bedeutender) Tag im Leben eines Dackels ODER Wie ich meine ersten grauen Haare bekam

Ivan liegt in seinem Körbchen. Er ist satt. Aber vor allem ist er müde. Während er in einen sanften Schlaf driftet, erinnert er sich an die vergangenen Stunden....


Wir gehen in einem fremden Gebiet spazieren. Ich kenne das schon. Ab und zu fahren wir mit unserem Auto an eine Stelle an der wir andere Kumpels mit ihren Menschen treffen. Ich war anfangs sehr schüchtern, aber ein paar von ihnen kenne ich nun schon und traue mich auch schon sie anzuknurren. Nie knurrt einer zurück. Das finde ich toll und fühle mich dann sehr stark und groß.



21. Januar 2015

Ein Dach aus alten Schallplatten...

... bekam mein neues Vogelhaus.

Zwar halten die Vinyls - das habe ich im Sommer 2014 gemerkt - hohe Temperaturen durch Sonneneinstrahlung nicht aus und verbiegen sich. 
Aber im Winter gibt es das Problem ja (leider) nicht.




15. Mai 2014

Küken 2014, die Zweite

Eine erfolgreiche Wyandotten-(Zieh-) Mama mit Ihren 3 Lachshuhn Küken, 1 Wyandotten-Lachs- und einem Königsberger-Lachs-Küken:




23. April 2014

Noch mehr summsumm - Mein Bienenabenteuer geht weiter

Gestern mittag habe ich meine Bienchen das erst Mal richtig fliegen gesehen. 
Und mich erstmal nicht mehr in meinen Garten getraut. So fliegend sehen sie gleich irgendwie bedrohlicher aus, als wenn sie nur auf einem Haufen sitzen.
Nach ein paarmal tief durchatmen ging's dann aber wieder. Meine Hühner und Hunde hatten auch keine Angst, also nahm ich mir ein Beispiel und habe versucht die Bienen einfach zu ignorieren.
Schon komisch, wenn man nicht weiß, wie sich Bienen normal/ruhig/aggresiv verhalten. Aber natürlich auch sehr spannend und aufregend.

Nachmittags habe ich dann mit dem Imker - großer Zufall -  gesprochen, dem der Schwarm entwischt war. "Hallo, Dir fehlt mindestens ein halber Schwarm, den hab ich jetzt." - groß angeschaut werde.

Netterweise hat er auch noch nicht viel Erfahrung, da er die Bienen geerbt hat. Das passt ja perfekt. ;-)


22. April 2014

Summsummm - der Osterhase hat mir Bienen gebracht

Sonntag früh auf meinem Spaziergng mit den Hunden ist mir auf einem Weg schon von Weitem ein großer ungewöhnlicher "Fleck" auf dem Boden aufgefallen - glücklicherweise bevor die Hunde ihn erreichen konnten.

Ein Bienenschwarm. Einige hatte leider wohl schon ein Reifen erwischt. Habe dann noch Leute, die auch mit Hunden unterwegs waren gewarnt und mich gefragt, was die Bienen nun wohl machen.


Dann hat es mir den ganzen Tag keine Ruhe gelassen. Also bin ich abends nochmal hin mit Karton und Handfeger, da saßen sie immer noch. Also habe ich sie vorsichtig Stück für Stück zusammengekehrt und in den Karton gesetzt.
Das war echt aufregend; als die erste mir über's Gesicht gekrabbelt ist musste ich mich dann schon sehr zusammenreißen. Aber es hat geklappt.

Dann haben mir glücklicherweise zwei Ex-Imker 2 Bienenkisten, Waben und einiges an Information überlassen. Das war super, super nett. Und das im katholischen Bayern am heiligen Ostermontag!!


11. April 2014

Garten 2014 - Meine (nicht ganz freiwillige) Mauerbienen-Kolonie

Da gibt man sich alle Mühe und bastelt Nisthilfen und macht sich Gedanken wo man sie aufstellt etc. und dann das:


Man sieht gerade noch das Hinterteil der roten Mauerbiene verschwinden


24. März 2014

8. Januar 2014

Garten Anfang Januar - bei 12°C

Nunja, von mir aus könnte der "Winter" gerne so bleiben. Perfekt um Gartenvorbereitungen zu treffen.

Das alte Gemüsebeet in klassischer Rechteckform möchte ich zu einem s.g. Mandalabeet in Rundform umbauen. Ich finde es gestalterisch einfach hübsch. 

Das Beet hat vor drei Wochen eine Mulchschicht aus abgelagertem Pferdemist mit Urgesteinsmehl und eine Abdeckung aus Stroh bekommen.
Die Hühnerherde durfte bis vorgestern dann noch ein wenig das restliche Grün wegfutter und hat alles gründlich abgeweidet. Nun ruht das Beet.




10. Oktober 2013

Engerling ist nicht gleich Engerling (Cetonia aurata)

Wer derweil seinen Kompost umhebt findet oft Engerlinge. Mit Schrecken habe ich gestern beim recherchieren gelesen, wie erfinderisch Menschen sind, diese umzubringen. Es gibt sogar Dämpfgeräte um die Erde mit Heißdampf quasi "keimfrei" zu machen.

Ich habe gestern mein Hochbeet abgebaut und dabei etwa 25 Engerlinge vor den Hühnern (die sich vorkamen wie im Paradies) gerettet. Danach habe ich genau nach geschaut, welche es sind, was sie tun und was ich denn nun mit ihnen anfange.

Die meißten Gärtner würden die Tierchen sofort umbringen, denn Engerling = frißt Wurzeln = nur ein toter Engerling ist ein guter Engerling.

Allerdings ist Engerling nicht gelich Engerling und die Unterscheidung nicht ganz einfach.  Nach einigem Hin- und Her bin ich zu dem Schluß gekommen, dass meine Engerlinge des Rosenkäfers (Cetonia aurata) sind. Dafür spricht

  1. der holzreiche Fundort
  2. bewegen sich robbend auf dem Rücken fort (angeblich aber kein eindeutiges Kriterium)
  3.  kurze Stummelbeinchen
  4.  Deieckiges braunes Schild seitlich am Kopf 

Eindeutig kurze Stummelbeinchen


Robbt auf dem Rücken - und das garnichtmal so langsam


Je nach Substrat, in welchem man die Engerlinge findet, kann man auch noch bestimmen, was es mal wird.




  • Cetonia aurata - mulmiges oder stark verrottetes Totholz, Komposthaufen, Holzkompost und Baumhöhlungen
  • Protaetia metallica (ehemals cuprea) - je nach Unterart Kompost, Ameisennester oder Baumhöhlen
  • Protaetia fieberi - seltene Art mit Entwicklung in Baumhöhlen
  • Protaetia affinis - seltene Art mit Entwicklung in Baumhöhlen
  • Protaetia lugubris - seltene Art mit Entwicklung in Baumhöhlen
  • Protaetia aeruginosa - seltene Art mit Entwicklung in Baumhöhlen

Am liebsten würde ich sie nun in ein Terrarium setzen um zu sehen was mal draus wird und ganz sicher zu gehen. Mal schaun ob ich was finde. Derzeit stehen sie erstmal draußen in einer Kiste mit der Erde.

Auf keinen Fall sollte man Engerlinge einfach so auf Verdacht umbringen oder verfüttern. Es gibt seltene Arten und wenn man schon ökologisch gärtnert gehört das eben einfach dazu. 
Da bauen die Leute Insektenhotels und füttern im Winter die Vögel um dann sowas...



Grüssle,
Karl-Erwin's Gärtnerin

7. Oktober 2013

Leinöl - gut für (fast) alles

Hier nochmal eine Empfehlung: kalkgepresstes Leinöl. (Achtung, kein Leinölfirnis, das ist was Anderes)
Gibt es zum Beispiel von diversen Anbietern auf ebay.

Ich bestelle immer einen 5 Liter Kanister.
Denn Leinöl kann man wirklich universell verarbeiten und es ist sogar noch weitestgehend regional im Gegensatz zu Olivenöl zum Beispiel.

Was mach ich mit dem Leinöl:

  • Hühnerzusatzfutter für schöne Federn
  • Zusatz zum Hundefutter für glänzendes Fell
  • Hühnersitzstange einölen (gegen Milben)
  • Holzbearbeitung, zB. auf der Treppe, siehe Photo
  • Holzmöbel, Küchenarbeitsplatte etc.
  • in der Küche für'n Salat
  • zum eincremen, zum Beispiel wenn man rissige Hände von Kalkputz hat
  • Zusatz zu Kalkputz für bessere Sämigkeit
  • Zusatz zu Farben
  • und und und..

Leinöl zur Holzpflege

Verwendet man Leinöl für Holz (-möbel) kann man es in einem Topf erhitzen. So zieht es besser in die Poren ein. Nach rund einer halben Stunde nimmt man dann alles, was nicht aufgesaugt wurde mit einem Baumwoll-Lappen ab. Den kann man dann später noch zum Ofen anzünden nehmen. ;)
Und ich Gegensatz zu Leinölfirnis können sich Leinöl getränkte Lappen oder Pinsel beim trocknen nicht selbst entzünden.

Grüssle,
KEF

20. August 2013

Externer Link: Bauschutt wieder-/weiterverwenden

Hallo,

nachdem in den ersten kleinen Teil meines Bauschutts nun zwei Jahre im Garten auf einem Haufen "gelagert" hatte, wollte ich den Haufen nach und nach mal wegschaffen (Bauschuttdeponie). Mein Bauschutt besteht hauptsächlich alte Tonziegeln, Kalkputz, Steinen, Ziegelsteinen...; also alles natürlich. Darüber hatte ich mangels Lust und Platz Erde und Schnittgut verteilt. So lag der Haufen dann also vor sich hin.

Jetzt beim Aufräumen habe ich leider, leider, leider zu spät die Hummelnester entdeckt und diese versehentlich mit ausgehoben. Was mich dazu führt, das ich in der Wintersaison unbedingt vernünftige Hummelkästen bauen muss, damit ich die Tierchen notfalls schnell umsiedeln kann.

Außerdem hatten sich auch einige Solitärbienen (=Wildbienen) angesiedelt.
Ein Mäusenest war ebenfalls enthalten und jede Menge Insekten, Spinnen... Dies führte mich zu einer Suche mit folgendem Ergebnis, das eigentlich einleuchtend ist: Bauschutt als natürlichen Baustoff im Garten verwenden:

http://www.naturgarten.org/presse/bauen_und_technik/bauschutt/

Also, immer erst überlegen, bevor man etwas wegwirft. Man braucht es danach dann meißt doch noch!

Überhaupt hat die Seite hier tolle Ideen für naturnahe Gärten und stellt diese als pdf zur Verfügung. Sagt ja auch der Name schon, gelle?
http://www.naturgarten.org/artikel/mitgliederzeitschrift/

Grüssle,
KEF

12. August 2013

Mal einen Baum der Natur überlassen...

... man muss nicht alles, was man könnte, zu Brennholz machen!

In meinem neuen so genannten Wald (-garten) stand ein alter Birnbaum. Eigentlich standen dort zwei. Der eine hatte schon viele Löcher und war innen teilweise hohl.
Aus diesem Loch hat mich, jedesmal wenn ich mich im Waldgarten aufhielt, ein Siebenschläfer beobachtet. Juli/August ist deren "Brutsaison".

Leider, was ich wirklich super schade finde, ist das Siebenschläferheim dem letzten Sturm zum Opfer gefallen und auch noch direkt auf meine neu gepflanzte Ramblerrose. 
Die Rose hatte ich an die Thujahecke gepflanzt, damit sie diese als Rankhilfe nutzt und überwuchert. So möchte ich der Thuja wenigstens noch irgendein sinnvolles Dasein gönnen.


Thuja ist ein nicht einheimisches Gehölz, das keinen Nutzen für die hiesige Tier- und Insektenwelt hat. Leider pflanzt alle Welt sie, da sie schnell eine dichte, immergrüne Hecke bildet. 
Als , die einheimische Alternativen bieten sich stattdessen Eiben (Nadeln, Kerne und Gehölz sehr giftig, Fruchtfleisch der roten Beeren eßbar!), Fichten, Kiefern, Eichen (Laub den Winter über braun) oder notfalls auch der Kirschlorbeer (Bienen- und Insektennutzen) an.

Zuhause zerstört...

Nun stand ich vor der Wahl: Brennholz oder nicht.
Ich habe mich entschieden zu versuchen das Heim zu retten. Brennholz kann man aus allem machen, aber so einen Baum braucht Jahre um innen hohl zu werden und so Tieren einen Unterschlupf zu bieten. 
So ein hohler Baumstupf stört auch nicht, denn man könnte direkt nebenan einen neuen, jungen Baum pflanzen. Der Humus, der sich aus dem alten Gehöz bildet dient dem Nachkommen dann als Nahrung. So sollte es sein.

Aber, erstmal die Rose vom Baum befreien und dann die Spitze des Stammes mit leichtem Gefälle absägen.

Einen Teil der Äste, welche schon ausgehöhlt waren, werde ich noch an dem Stamm befestigen. Möglichst so, dass kein Regenwasser reinlaufen kann. 

Nutzen als Brennholz gering, aber für die Natur hilfreich, also liegen lassen!

Dann bekam das sanierte Heim noch ein Dach aus einer Holzplatte, die noch rumlag. Darauf muss ich dann nur noch ein Blech befestigen, so bleibt das Heim trocken und der Stamm noch ein paar Jahre erhalten.


Für einen Storch wohl leider zu niedrig

Einen Teil habe ich dann doch zu Brennholz degradiert.
Mein erstes komplett selbst geschnittenes mit eine Stihl MS 200, die perfekte Mädchensäge :-)




 

Servus aus dem Wald!
Karl-Erwin's Baumfällerin



1. August 2013

Pavatex Reste verwerten / Hühnerstall dämmen :o)

So, da ich bekanntlich alles aufhebe - zumindest eine gewissen Zeit lang - lagen nun auch seit einigen Wochen die Pavatex-Reste ordentlich aufgestapelt im Keller. Auch wenn es bei den derzeitigen Temperaturen schwer vorstellbar ist, dass es irgendwann auch mal wieder kalt werden wird, versuche ich doch für den Winter vorzuplanen.
Was kann man also besseres mit Dämmstoffresten tun, als dem Streichelzoo etwas Gutes zu tun...




Ein Teil wandert an die Außenwände, ein Teil auf den Boden des ersten Stocks (=Decke des Hühnerstalls) und einen Teil habe ich ausgemessen und beschriftet. der kommt dann innen auf den Boden. Darüber ein Brett und dann haben sie's im Winter schön warm.
Die Platten kommen so statt zur Entsorgung erstmal noch zu einer sinnvollen Verwendung.

Wer früher einmal gut im Spiel "Tetris" oder im puzzlen war, ist bei dieser Aufgabe klar im Vorteil ;-)


Servus,
Karl-Erwins-Frau

24. Juni 2013

Rankhilfe/Spalier aus Edelstahl-Seil bauen

An der nun mit Holz verschalten Seite hatte ich schon letzten Herbst ein Waldgeißblatt gepflanzt. Dieses benötigte nun noch eine Rankhilfe.
An die Vorderseite möchte ich eine Ramblerrose pflanzen. Dies ist quasi eine sehr hoch werdende Kletterrose, an der die Blüten in Dolden wachsen. Im Herbst trägt sie Hagebutten (als Vogelfutter für die Wildvögel), im Sommer ist sie eine gute Bienenweide. Dabei sollte man, sofern man Bienen, Hummeln & co. Gutes tun will  - wie bei Blumen eigentlich immer -  darauf achten, dass die Blüten ungefüllt sind. Ungefüllt heißt, dass die Blütenpollen frei zugänglich sind. Bei "normalen" Rosen ist dies nicht der Fall.

Nun gibt es diverse Möglichkeiten von Rankhilfen. Holzkonstruktionen, die man aus Dachlatten auch gut selbst bauen kann, Metall, Edelstahl, etc... Wichtig war mir, dass es, einmal montiert, lange hält, also kam eigentlich nur Edelstahl in Frage. Edelkastanie wäre noch eine schöne Variante, dieses Holz ist aber sehr schwer zu beschaffen. Robinie ist auch sehr lange haltbar.

Ich hatte zuerst bei www.fassadengruen.de zwei Ranksysteme bestellt. Diese wurden zwar auch prompt und komplett geliefert, allerdings ist keinerlei Beschreibung oder Montageinforamation bezüglich Abstände und Winkelabmessungen dabei. "Das können sie frei bestimmen.", wurde mir auf meine Nachfrage geantwortet. Also, wieder eingepackt und zurückgeschickt und zu meinem Lieblings-Werkzeug, Schrauben und Nagel-Händler gefahren. Wenn ich frei bestimmen kann, dann kauf ich lieber lokal.
Nach einigem Hin- und Her fuhr ich dann glücklich heim mit einem Sammelsurium an Stockschrauben, Muttern, Dübeln, Seilverbindern und -spannern und 60m Edelstahlseil (2mm).
Stockschrauben sind Schrauben, die zwei unterschiedliche Gewinde haben. Auf einer Seite zum Reinschrauben in zB Holz oder Dübel, auf der anderen Seite ein Gewinde für Muttern.

Montage

Vor der eigentlichen Montage habe ich mir eine Atrappe mit Nägeln und Wollfaden gebaut. Den Faden habe ich nach jedem Meter mit einer Markierung versehen. So konnte ich nach dem Abspannen sehen, wie viel Seil ich brauche, bzw. übrig habe.
Ich kann das Vorgehen nur jedem empfehlen. Man muss mit dem Seil in bestimmter Reihenfolge durch die Halter, um möglichst wenig schneiden und neu verbinden zu müssen.
Das Seil haben ich dann immer von Hand gespannt und zwischen zwei Muttern festgeklemmt.

Anfang mit einer Schlaufe eingehängt
Wenn man die Muttern ein wenig weiter nach hinten dreht, hat man später noch die Möglichkeit davor weiteres Seil zu spannen mit einer dritten und vierten Mutter.

Irgendwo zwischendrin

An der vorderen Giebelseite war bohren und dübeln nötig. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich die Dübel der Gerüsthaken wiederverwenden kann. Daher warte ich nun auf meine Gerüstbauer, damit ich die Seite auch fertig stellen kann.



Holz und Begrünung...

... ist eigentlich keine gute Kombination, da das Holz unter den Blättern nicht gescheit abtrocknen kann. Hier sollte man, wenn man es machen möchte, einen großen Abstand zur Wand (10cm) und auf keinen Fall eine immergrüne Pflanze verwenden. Ich hoffe, dass es mit dem Geißblatt funktionert, wenn nicht gibt es immer noch die Gartenschere...

Grüssle,
Karl-Erwin's Rankhilfe



2. Mai 2013

Hühner oder Enten - Teil 2

In Anlehnung an diesen Post  vom Mai 2012

Zuallererst: Ich liebe meine Deutschen Lachshühner. 



Sie sindgutmütig, zutraulich, hübsch und puschelig, legen fleißig... Aber...



Jedes Stück Erde, das Ihnen unter die Krallen kommt wird umgegraben. Bisher sind Ihnen zum Opfer gefallen: Meine Heckenpflanzung, alle gepflanzten Gehölze vom letzten Herbst, mein Gemüsebeet, etc.... mein Erdhaufen, welcher eigentlich für die Kürbispflanzen gedacht ist, etc. Alles ist mittlerweile auf dem Rasen verteilt, was das Mähen nicht unbedingt leichter macht.

Hühnerspielplatz

Manchmal sind sie etwas tollpatschig.

Der Hahn ist einmal in die Entenwanne gefallen und ich musste ihn 2 Stunden auf der Ofenklappe meines gasherdes trocknen. 

Entenwanne jetzt mit Zaun

Ein Huhn wird so von den anderen gemoppt, dass ich ihr einen Hühnersattel (quasi ein Mäntelchen) nähen musste. 
Der Hahn hatte gestern ein entzündetes Auge, das nun mit Salbe behandelt wird. 
Die Hühner streiten sich immer um das beste Legenest.

Das bevorzugte Legenest

Feinschmecker sind sie auch noch. Am liebsten mögen sie die kleinen roten Linsen, die es im türkischen und asiatischen Lebensmittelhandel gibt. 
Sie sind laut und manchmal echt nervig. 

Die Laufenten hingegen sind entspannt, graben nicht, sind leise, aber irgendwie eben auch ein wenig langweilig. ;-)



Irgendwie mag ich aber beide Arten gerne. :-)

Karl-Erwin's Hühnermagd

Mini Insektenhotel

Leider habe ich noch nicht die Zeit gefunden ein großes Insektenhotel zu bauen, aber evtl. freuen sich die Insekten auch über ein Minihotel. Einfach aus Bambusstängeln aus dem Garten und 2 leeren Blechdosen gebaut. Im Dosenboden ist ein wenig Lehmerde.


Minihotel
Wenn die Tierchen das als Brutstätte annehmen werde ich versuchen aus einem Restaurant große Dosen zu bekommen :-)

ciao,
Karl-Erwin's Frau


23. März 2013

Frühstück - Müssen es Kaffee und Brötchen sein?

Es gibt einige Mode Erscheinungen, die an mir vorbeigegangen sind. So zB. die Pad/Kapsel-Kaffee-Maschine, die keinen Kaffee mehr erzeigen kann, sondern nur noch Latte Macchiato, Espresso etc. Und das auch nur bei regelmäßiger Wartung und der richtigen Fütterung. Dafür darf man sie noch vorheizen und spart Zeit beim Drücken auf den Knopf, wonach die Maschine dann alles alleine macht? Manchmal glaube ich, meine Logik weicht einfach nur stark von der anderer Menschen ab.


Meine Kaffee"maschine"

Meine Kaffeezubereitung funktioniert einfach und schnell.
Warmes Wasser, das am Vorabend auf dem Holzofen erwärmt wurde, aus der Thermoskanne in einen Flötkessel, Gas an, Tiere aus dem Stall lassen. Die Zeit passt dann, wenn des nachts nichts Unvorhergesehenes passiert ist, genau. Das Wasser flötet, wenn ich wieder rein komme.
Dann 1 Löffel Bohnenkaffee und 1 Löffel Kaffee Ersatz in den kleinen Emaille-Topf, ab auf den Ofen, der morgens zuerst angeschürt wurde und schon warm ist.
Den Kaffee dann durch ein Sieb abgießen.


Porridge (Haferflockenbrei) statt Brötchen

Ich spare mir neben jeder Art von Maschine, auch Filtertüten und Wasserkocher. Brauche ich alles nicht und die Sachen stehen die meisste Zeit doch nur rum. Und nichtgenutzte Dinge sind Verschwendung von Ressourcen.

Apropos Verschwendung von Ressourcen:
Kaffee an sich ist böse. Pro kg Kaffee werden 21.000 Liter Wasser in der Herstellung verbraucht. Da nutzt es auch nichts, dass ich nur 10 Kubikmeter Leitungswasser in 2012 verbraucht habe und Fair-Trade oder Bio-Kaffee kaufe. 

Daher mische ich zur Zeit noch mit einem Kaffeeersatz auf den ich nach dieser Packung Kaffee ganz umsteigen werde. Oder auf Tee. Der verbraucht in der Herstellung nur 30l Wasser. Eine schöne Übersicht zum Wasserverbrauch von Produkten hier: http://virtuelles-wasser.de/kaffee_tee.html

Hühnerfrühstück. Molke mit Haferflocken und Linsen.

Dann das Dilemma mit der Milch. Ich habe zwar die Möglichkeit Milch direkt beim Bauern zu holen, doch wer kann das schon. 
Milchkühe stehen in Deutschland größtenteils noch in klassischer Anbindehaltung, in der sie, wie das Wort schon sagt, im Stall immer angebunden sind. Alternativ gibt es Laufställe, doch auch von diesen gibt es einige Horror Videos von Kühen die kaum laufen können und einfach nur noch als Milchautomaten missbraucht werden.
Das Kalb, das eine Kuh 1x/Jahr bekommen muss, damit sie überhaupt Milch gibt wird ihr weggenommen, damit die Milch für uns zur Verfügung steht und nicht an ihr eigenes Kind "verschwendet" wird - das ist bei Biomilch, oder Milch aus Freilandhaltung leider auch so.
Aber muss es immer Kuhmilch sein? Es gibt so viele Alternativen, zB Sojamilch, Hafermilch, Reismilch und die letzteren beiden kann man sogar daheim mit ein paar Handgriffen selbst herstellen. Haferflocken sind eben sehr universell einsetzbar.
Rezepte dafür und weitere Anregungen auf www.gutzumessen.de



Und jetzt ab in die Werkstatt, Fensterläden für die Terrassentür bauen.

Servus,
Karl-Erwin's Frau


4. Februar 2013

Tierischer Neuzugang - Lachs ist auch ein Vogel

Hallo,

ein weiterer Schritt zur Selbstversorgung. Gestatten Berthold und  seine "Puschel":


Berthold

Das sind nun fünf Angehörige der Rasse Großes Deutsches Lachshuhn. Eine alte vom aussterben bedrohte Landtierrasse.
 
und seine Puschelbande

Und auch wenn ich die Aktion ei care (http://www.aktion-ei-care.de/) gutheiße: Nein, das Zweinutzungshuhn - bei dem nicht die Hälfte der Küken geschreddert wird, weil sie das falsche Geschlecht haben - ist keine neue Erfindung von ei-care & co. Das gibt's schon ein wenig länger; und dafür hat's noch nichtmal "moderne" Gentechnik gebraucht.

noch Namenlos

Und statt ein fanzösisches Bressehuhn zu halten, kann man eben auch ein deutsches Pendant hernehmen. Außerdem sind die sowas von niedlich und zutraulich - einfach zum Knuddeln :-)

Hier noch ein schöner Link für Hühnerfutter, das nicht aus einem Sack kommt, dessen Inhalt ungewiss ist: http://www.permakulturgut.de/Seite16.html#Futterpflanzungen

Tschüssle,
Karl-Erwin's Hühnchen

17. Mai 2012

Eier - Hühner oder Enten

Da ich immer wieder gefragt werde, warum ich denn keine Hühner halt wegen der Eier, hier ein paar Zeilen zu dem Thema Hühner vs. Enten.

Zur Vorgeschichte: Ich hatte schon Hühner, ich hatte auch schon Wachteln, bin aber letztendlich bei den indischen Laufenten geblieben weil:

- Sie fressen Nacktschnecken, Hühner nicht
- Sie fliegen nicht wirklich über Zäune oder Absperrungen, Hühner sucht man auch schonmal bei Nachbarn oder auf nem Baum und Schwungfedern stutzen möcht ich nicht
- Hühner, bzw. Hähne sind sehr laut und ich mag meine Nachbarn und die mich auch (noch). Enten schnattern zwar, aber eigentlich nur entweder aus Protest (weil ich sie zu lange im Stall lasse, wenn ich auch mal bis nach Sonnernaufgang schlafen will) oder weil sich jemand nähert - mein Hund bemerkt die Menschen meißt erst, wenn sie vor ihr stehen
- Ja, Enteneier kann man essen, sie sind sogar schmackhafter sowie energie- und fettreicher
- Fast das Wichtigste für mich nach meinen Erfahrungen mit Hühnern: Enten graben keine Löcher, vor Hühnern und ihrem Gescharre ist kein Blumen- oder Gemüsebeet sicher

- Wachteln sind extrem laut
- haben kein Revierverhalten, d.h. sie brauchen eine Voliere, weil sie sonst auf nimmerwiedersehen verschwinden
- sind einfach zu klein zum essen, bzw. zu aufwendig und man braucht zu viele zum satt werden. Wachteleier sehen zwar nett aus, aber sind eben auch recht klein und aufwendig in der Verarbeitung. Einen Kuchen mit Wachteleiern backen ist wirklich mühsam.

Das Argument Hühner würden wesentlich mehr Eier legen stimmt so auch nicht ganz: Es kommt auf die Rasse an. Rassegeflügel legt zwischen 40-120 Eier pro Jahr. 
Hybriden (= auf Lege- oder Fleischleistung hochgezüchtetet Tiere) legen zwar mehr, leben dafür aber auch nur halb so lange. Außerdem gibt es von den Hybrid-Hühner-Rassen nun wirklich genügend in der kommerziellen Eierproduktion (ja, auch bei Bio-Eiern sind's Hybriden). Da kann man als Privatperson nun wirklich ein wenig was für die Rassenvielfalt tun, indem man sich keine Hybriden zulegt.

Um wieder auf die Enten zurück zu kommen: Laufenten zB sind speziell auf Legeleistung gezüchtet und legen so um die 90 Eier pro Jahr je nach Witterung. Angeblich soll es Spitzenleistungen von bis zu über 240 Eiern pro Jahr geben - aber ich vermute nicht in unserem Klima.

Nachteil zu einer reinen Legerasse, die in der Regel eher schlank gebaut sind - egal ob Hühner oder Enten - ist immer, dass man die aussortierten Tiere, zB die männlichen, nicht wirklich ernsthaft zu Fleisch verarbeiten kann, weil einfach nix dran ist. Hat man vor öfter zu brüten, bzw. Nachwuchs großzuziehen, wäre eine Rasse die beides liefert besser. 
Bei den Hühnern könnte ich da das große deutsche Lachshuhn empfehlen. Gute Legeleistung und notfalls auch ein guter Braten - sofern man das Schlachten über's Herz bringt aber irgendwie gehört's halt bei aller Tierliebe dazu :-/

In diesem Sinne,
Naknaknak