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23. April 2020

Giebelverkleidung als Fledermausquartier

Huch, schon wieder so lange her seit dem letzten Post.... Der Winter war mild und schön und arbeitsreich.

Im Frühjahr meldete sich überraschend einer der Handwerker, die vor Jahren mit der Dämmung und Verschalung von Karl-Erwin begonnen hatten. Er hatte freie Zeit angekündigt. Die Gelegenheit ergriff ich prompt.


Neues Fledermausquartier im Giebel

30. Oktober 2019

Fassade selbst dämmen - Holz Verschaltung anbringen (3/3)

Hallo ihr Lieben, ab einem gewissen Punkt geht die Arbeit irgendwann ganz schnell. Und ich war plötzlich einfach fertig.

Nachdem die Vorarbeiten mich doch einige Nerven gekostet haben, hat die Verschalung dann richtig Spaß gemacht.



20. September 2019

Fassade selbst dämmen - Primern, abkleben, Sockel verputzen, Rahmen setzen (2/3)

Ich bin glücklich. Endlich ist der "Kleinkram" rum und ich kann mich den echten Holzarbeiten widmen. Fast.

Die Holzfaserdämmplatten sind mit Dämmstoffdübeln, auch Tellerdübel genannt, auf dem Mauerwerk angebracht. Nun müssen die stumpfen Stöße ohne Nut und Feder, zum Beispiel zwischen der unteren Reihe Styrodur und der darauf folgenden Reihe Holzfaserplatte, winddicht verklebt werden.
Das Band, hier Targoband, sollte jeder Baustoffhändler vorrätig haben. Ebenso den Primer. Direkt auf der Holzfaser und auch auf Putz hält das Klebeband nicht. Daher muss ein Haftgrund, der s.g. Primer aufgetragen werden. Gibt es zum Sprühen oder Streichen. Klebt wie Hölle. "Achung, Schlonz!" sagt man da bei uns.


12. September 2019

Fassade selbst dämmen - Holzfaserplatten anbringen (Teil 1/3)

Ups, schon wieder fast Mitte September. Ich habe tatsächlich sehr viel gearbeitet die letzten Wochen. Im Garten die Beete für die Winterernte hergerichtet und einen Teil bepflanzt. Aber hauptsächlich habe ich an der Fassade gearbeitet. Wer mir auf Instagram folgt, hat es schon mitbekommen.

Plan war dieses Jahr die untere, südliche Traufseite zu dämmen. Und zwar alleine. 2013 habe ich bei der Dämmung und Verschalung mitgearbeitet und zum Glück viele Photos gemacht und einiges dokumentiert. Das hilft mir nun.


8. Juli 2019

Und es war Sommer...

... kurzes Verschnaufen von der heftigen Hitzeperiode der letzten Wochen.

Frühstück in unserer neuen Frühstücksecke mitten im Staudenbeet

31. August 2018

Neuer Eingangsbereich - mehr Licht, Luft und Wärme (Teil 1)

Hallo!

Es gibt ja so viele Dinge, von denen ich derzeit begeistert bin. Hat aber alles mit Kind und eher weniger mit der ursprünglichen Idee des Blogs zu tun. Andererseits zieht natürlich der "ökologische" rote Faden auch hier seine Kreise und Schleifen. Vielleicht schreibe ich demnächst mal einige Erfahrungen zum Thema autofreies Leben mit Kind (und drei Hunden). 

Aber vorerst Weiteres von Karl-Erwin: Ich kämpfe nach wie vor um jedes Grad °C im Erdgeschoss. Bald wird es Herbst und schon jetzt in den kühleren Nächten spüre ich deutlich wie kalt es unten schon wieder ist. Wir schlafen im Dachzimmer und hier ist das Raumklima einfach wundervoll, da alles perfekt gedämmt ist und sich tagsüber durch die großen Dachliegefenster prima aufheizt. Doch wenn man morgens dann die zwei Stockwerke unten ist: Brrrrrr... Und das vor dem ersten Heißgetränk.

Eingangsbereich vorher

2. Januar 2017

Fensterlaibung ökologisch dämmen

Ein frohes und glückliches neues Jahr wünschen Karl-Erwin und ich Euch erstmal!


Im Dezember wurden die letzten beiden Fenster getauscht. Diesmal ausnahmsweise die Luxusvariante in zweiflügelig. In der Küche ist es einfach praktischer mit den kleinen Flügeln.

Nun stellte sich die Frage wie man die Fensterlaibung dämmt. 
Problem: Der (bei neuen Fenster leider immer) zu schmale Rahmen um auf die Innenlaibung eine gescheite Schicht Dämmung aufzubauen. Dämmt man hier nicht, hat man eine ganz "wundervolle" Wärmebrücke um das komplette Fenster. 


30. September 2015

Die letzten beiden Zimmer - Teil 4 (dämmen, verputzen)

Heute ein etwas längerer Beitrag. Ich habe viel gearbeitet die letzten paar Tage.

Vorbereitungen


Ich hatte als Vorbereitung alle Platten mit der Kreisssäge vorgeschnitten und -gepuzzelt. Und durchnummeriert. Klar.

Wenn man schlau ist, klärt man wie die Fensterbank sitzen soll, solange die Platten an der Wand stehen. Man sollte die Platten dann an dern entsprechenden Stelle noch Einschneiden damit dort später (vor dem Verputzen) die Fensterbank gesetzt werden kann. 

Dann wird alles wieder entpuzzelt. Nun auf der Wandseite die Platten einmal mit seeehr dünnflüssigem Putz vorgestreichen. Sonst hält der Putz später nicht. 
Den Tipp habe ich bekommen und mir ausnahmsweise nicht selbst ausgedacht ;-)

Damit ich später immer genau die Stelle an der Wand einputzen kann, an welche die Platte kommt, habe ich beim auseinanderpuzzeln mit Bleistift die Wand markiert. Der Putz zieht auf der Wand trotz vornässen einfach sehr schnell an und mit Markierungen habe ich zumindest eine realistische Chance die Platte in den Putz zu klopfen und festzudübeln bevor der Putz halb fest ist.



Vorgepuzzelt und durchnummeriert

23. September 2015

Die letzten beiden Zimmer - Teil 3 (Dämmung vorbereiten, Putz mischen)

Dank zweifacher geballter Manneskraft kam ich schneller zu meinem Sand, als ich mir hätte träumen lassen. Inklusive Schaufel- und Tragehilfe und Leih-Eimer. 1000 Dank!!!


Neue Erungenschaft: Teilgewaschener Mainsand...

22. Dezember 2014

Dämmung Hofseite Boden-Deckel-Schalung - Teil 3

Karl-Erwin bekam einen Schreck als ich die Deckelbretter der Schalung wieder abschraubte: "Wie? Du ziehst mir meine neue Garderobe wieder aus?"

Nein, Karl-Erwin, ich lockere nur die Bretter um sie verschieben und die Mäusegitter anbringen zu können. Keine Sorge.


Mäusegitter zwischen den Böden

8. Dezember 2014

Dämmung Hofseite Boden-Deckel-Schalung - Teil 2

Es geht weiter... 

Und gleich hier zu Anfang an alle die überlegen ihre Wand selbst zu dämmen: Es ist eigentlich nicht so schwer es fachlich-funktional korrekt auszuführen. Bei der Optik ist einiges an Rechnerei notwendig, aber auch das ist kein Hexenwerk - ich möchte es allerdings nicht machen sofern ich nicht unbedingt muss. 
Gerade die Fenster- und Türlaibungen sind dann schon eher was für gelernte Schreiner die millimetergenau arbeiten und nicht für solche Hobbybastlerinnen wie mich die es nicht sooo genau nehmen.

Auf die 60mm dicken Holzfaserdämm-, bzw. den Styrodurplatten im Nassbereich, kommen die senkrechten 30x60mm Latten mit speziellen Rahmendübeln.


3. Dezember 2014

Dämmung Hofseite Boden-Deckel-Schalung - Teil 1

Nachdem ich den ganzen gestrigen Tag mit Holzholen und Abbau des Wintergartenanbaus verbracht habe ging es heute endlich los mit der Dämmung.

Letztes Jahr bei der Giebelseite habe ich davon garnicht so viel mitbekommen da ich mit anderen Arbeiten beschäftigt war.
Daher habe ich diesmal viele Fragen gestellt und einige Bilder gemacht. 


So schaut's also ohne Anbau aus....

17. Dezember 2013

Fenster - Thermofolie

Der neue Ofen ist super! 
Der neue Ofen macht warm!
Zum warm für die alten Fenster!

Die Kondenswasserbildung hat mittlerweile ein Maß erreicht, dem ich durch 2x tägliches abwischen und "entsorgen" nicht mehr beikomme.
Ich hatte mal von einer Folie gehört, die man auf die Fensterflügel klebt um dadurch quasi eine Doppelverglasung zu simulieren. Das Luftpolster zwischen Scheibe und Folie dämmt dann angeblich.
Will ich probieren!


Also, Folie (gleich die Großpackung mit 12 m²) bestellt und nun der Versuch.



1. November 2013

Buchempfehlung "Renovieren mit der Sonne"

Mal wieder ein tolles Buch aus dem empfehlenswerten Ökobuch Verlag.

"Renovieren mit der Sonne" stellt einige interessante Lösungen um Sonnenenergie, außer via Photovoltaik oder die ja mittlerweile schon als klassisch zu bezeichnenden Solarpanels zur Warmwasserbereitung, vor.
Luftwärmekollektoren, oder eine Variante davon, die Trombe-Wand, waren mir schon bekannt. Neu allerdings ist für mich das TWD-Modul gewesen. Das Buch, das ich in der Hand halt ist aus dem Jahr 2000 und beschreibt das TWD-Modul als Nischenprodukt. Da scheint sich in knapp 14 Jahren nicht viel geändert zu haben.

TWD bedeutet Transparente Wärmedämmung (ups, mal eine deutsche Bezeichnung ausnahmsweise!) und funktioniert in etwa folgendermaßen:
Das Modul, welches auf der Außenseite lichtdurchlässig ist, wird auf die Fassade aufgebracht und erwärmt diese via Sonnenlicht. Die Wand dient quasi als Absorber. Zeitverzögert wird die Wärme durch die Wand an den Innenraum abgegeben.
Nach außen ist die Wand über das Modul gedämmt so dass keine Wärme entweichen kann. Im Sommer muss das System beschattet werden. Simpel aber effektiv.
Die Module gibt es natürlich in unterschiedlichen Materialien und Ausführungen. 

Darüber hinaus sind in dem Buch einige schöne Beispiele auch für die (Sonnen-) energetische Sanierung von Einfamilienhäusern enthalten.
Wenn man sein Dach und/oder die Fassade und auch noch das Heizsystem erneuern möchte/muss lohnt sich ein Blick in dieses Buch.

Nunja, ich habe ja noch die Südost-Fassadenseite zur Verfügung. Mal sehen, was dort noch passiert....

Renovieren mit der Sonne
ökobuch Verlag
ISBN 3-922964-81-8

Fachverband transparente Wärmedämmung e.V.
Die Webseite ist leider nicht besonders toll, aber zumindest ein Einstiegspunkt

Grüssle,
KEF

23. Oktober 2013

Neuer Boden im Flur, Parkett, Trittschalldämmung - warum ist alles so kompliziert?

Ich habe mich nun, nachdem ich frisch inspiriert und hoch motiviert von Petra und Björn wieder bei Karl-Erwin bin, entschieden dass mein Flur (oder heißt das Diele?) hübscher werden muss.
Er ist derzeit zu kalt, zu dunkel, und einfach zu sehr vernachlässigt worden dafür dass es ja irgendwie der am meißten genutzte Raum im Haus ist. 
Man muss ihn eben einfach immer nutzen, wenn man irgendwo hin will und derzeit laufe ich eher schnell und mit gesenktem Blick hindurch und versuche ihn zu ignorieren. 
Das hat er nicht verdient! Das wird sich ändern!

Wenn meine allerliebste Lieblingsfreundin es schafft die 5-10 Pakete gebrauchtes Buchen-Parkett in ihr tolles Auto zu laden kommt der neue Boden sogar ohne eine Extratour von mehreren 100km bei mir an.

Dann geht es weiter. 
Ich dachte ja ich verlege eine Unterkonstruktion aus Kanthölzern, nivelliere diese aus, schütte eine zB. Zellulosedämmung in die Hohlräume und nagele dann das Oberholz auf. Denkste: Parkett wird schwimmend verlegt. Nichts mit festnageln.

Hierzu muss nach meinen Recherchen eine Dampfsperrfolie verklebt werden. Denn Parkett und auch Laminat reagieren sehr empfindlich (= verziehen sich) wenn sie Feuchtigkeit aus dem Untergrund verspüren.
Danach kommt darauf eine Trittschalldämmung. Da aber in meinem Keller - zumindest was meinen aktuellen Wissensstand betrifft - niemand wohnt, es aber einem Keller entsprechend kalt dort unten ist, brauche ich eher eine Wärme- als eine Trittschalldämmung. Die wird natürlich ökologisch sein.

Bisher habe ich hier Produkte von Steico gefunden. Mit deren Produkten durfte ich beim Dach ja schon Erfahrung sammeln (Steicoflex). 
Oder Selit Ökolit, wobei Ökolit dort eher ein (ich-springe-mal-auf-dem-Öko-Zug auf-) Nebenprodukt ist. Ich finde es angenehmer bei Firmen zu kaufen, die eine Philisophie betreffend Umweltschutz & Nachhaltigkeit haben.
Sehr interessant finde ich auch die Produkte der Firma Toggenburger. Diese stellt Produkte aus Rosshaar (auch Matratzen zB) her. 
Thermo-Hanf stellt ebenfalls eine Trittschalldämmung her: http://www.thermo-hanf.de/produkte/thermo-hanf-step/
Mal sehen, was ich noch auftreibe.....

Tipps willkommen!

Tschüssle,
KEF

12. September 2013

Es geht voran im Spitzboden :-)

Ich war ganz fleißig die letzten paar Tage :-)

Ich habe im Flur die Anschlüsse zur Dachschräge verputzt. Das musste vor dem Winter fertig werden, wegen der Dämmung. Also abgehakt :)
Und bei der Gelegenheit gleich noch ein paar Kanäle von den Elektroleitungen mit verputzt.



Hier eine etas unkonventionelle Befestigungsmethode der Hauptstromleitung im Flur. Funktioniert :)




Letzte Nacht habe ich meine Giebelverschalung, hinter welcher sich die Dämmung verbirgt fertig gestellt.



Um die Nut und Feder zusammenzuziehen kann man prima einen Hammer nehmen, den man als hebel benutzt, danach festchrauben.



Für mich nach wie vor das gefährlichste Gerät: Die Handkreissäge. Vor allem wenn man sie so verwendet wie man's eigentlich nicht tun sollte, nämlich in Bodennähe (Darunter liegen Balken). Da hat man schnell mal den Fuß, wo er nicht hingehört. Also immer dran denken, dass das Sägeblatt unten rausschaut und sich dreht! ;-)



Das Loch für meine erste Steckdose, die ich heute noch anschließen werde :)



Mit einer Schmiege misst man den Winkel und kann ihn dann...



... auf das Werkstück übertragen. Super hilfreich so eine Schmiege.



Was habe ich noch gemacht? Achja, gestern zwischendurch schnell den Kelleraufgang neu gedämmt. Diesmal habe ich erst eine Folie (recycled von einer Verpackung) von hinten auf die Bretter getackert, damit es nicht durch die Ritzen zieht (rechts im Bild).


So schaut's flurseitig aus:



Dann habe ich Reste von Styropor und sonstigen Dämmplatten hinter eine Brettverschalung gesetzt. Das ist jetzt erstmal wieder dicht für den Winter.
Wenn man's gescheit machen möchte, müsste man auch die Treppe zum ersten Stock von unten dämmen (sprich die Sauerkrautplatten runter, dämmen, Platten wieder drauf....) und die Wand links. Aber naja...

Hier nochmal im Spitzboden: Alles schön dicht abgeklebt, damit keine Luftfeutigkeit dahinter zieht. Die OSB-Platten sind untereinander verleimt.


Meine erste Steckdose. Juchhe!
Voilá! Davor kommt dann mal ein Bücherregal. So zumindest die Planung. Endlich fühle ich mich mal wie eine klassische Heimwerkerin. Dachbodenausbau ist doch schon irgendwie retro, oder?




Und eben habe ich dann noch für die Hauptstromleitung einen Kanal in den Boden geklopft und das Kabel dann unter Zementmörtel verlegt. 



Und jetzt mache ich nach dem Mittagessen weiter, solange die Motivation anhält.

Grüssle,
Karl-Erwin's Frau

11. September 2013

Fenster-Durchbruch verkleinern (nach Einbau neuer/kleinerer Fenster) - im Detail

Hallo,

ich fürchte, dass ich mich manchmal wohl doch in "Expertensprache" verliere, was ich eigentlich garnicht möchte. Daher heute mal wieder eher etwas für Leute, die handwerklich nicht ganz so oft werkeln mit ein paar einfachen, aber wirkungsvollen Tips.


Ich hatte meine alten Fenster an der Nordwestfassade gegen neue (gebrauchte, siehe hier) getauscht. Diese Fenster passten zwar in der Breite genau in die alte Durchbrüche der Fenster, aber sie sind etwa 25cm niedriger.
Das einfachste in diesem Fall: Unten ausmauern und die Fenster höher setzen. Da ich aber selten in 25cm-Highheels in meiner Wohnung rumlaufe, sollten die Fenster doch eher wieder auf die gleiche Höhe wie die Vorherigen. Das Ausfüllen der Lücke über den Fenstern ist dann nicht mehr so einfach.

Was die Dämmung betrifft habe ich hier nicht alles so genau genommen, da die Wand ohnehin von außen gedämmt ist. Ich wollte quasi nur den Leerraum füllen. 
Über den Fenstern hatte ich erstmal provisorisch ein Stück Pavatex-Platte reingeklemmt. Das sah dann so aus:




Ziel ist nun einen kleinen Holzkasten über das Fenster zu bauen damit dieser später zusammen mit der Laibung verputzt werden kann.

Dafür habe ich mir pro Fenster 2 Stücke aus OSB Platten zurechtgesägt.

Schritt 1) das horizontale Brettchen über das Fenster in den Rahmen schrauben.


Schritt 2) Dämmstoff zurechschneiden und einsetzen, in diesem Fall auch ein Holzfaserdämmstoff mit Namen "Steicoflex".




Nun wird es etwas kniffeliger. Das verbleibende Brett muss befestigt werden. Dafür muss man ein paar Löcher in die Wand bohren und dort Dübel einsetzen. 

Ich hasse Dübel! Entweder das Loch ist zu groß, zu klein, zu tief, zu flach, man erwischt eine doofe Stelle, wo garnichts geht (Betonsturz zB), oder man trifft mit der Schraube den Dübel nicht.
Am einfachsten geht es folgendermaßen finde ich.

Schritt 3) Das Brett 2 am Brett 1 anschrauben.



Schritt 4) Nun die Löcher mit einem kleinen Steinbohrer vorbohren, bis man zumindest ein Stück in der Wand ist. Ein Steinbohrer deswegen, weil dieser zwar schlecht durch das Holz geht, aber ein Holzbohrer am Stein in jedem Fall stumpf wird.

Schritt 5) Das Brett wieder abschrauben.

Schritt 6) Bohrer wechseln gegen einen etwas größeren und die soeben gebohrten Löcher nun für die Dübel passend bohren. Man sieht ja wo diese hinmüssen, da man vorgebohrt hat. 
Die alternative Methode wäre erst Löcher in das Brett mit einem Holzbohrer zu bohren und dann zu versuchen diese anzuzeichnen. Das wird nach meiner erfahrung aber oft nicht so genau.



Schritt 7) Dübel einsetzen

Schritt 8) Das Brett 2 wieder an Brett 1 anschrauben und nun auch die Schrauben in die Dübel einschrauben. 
Da man doch oft mal einen Dübel nicht richtig trifft, oder eine Schraube nicht richtig zieht tendiere ich dazu lieber 1-2 Dübel mehr zu setzen und diese dann notfalls nicht zu nutzen, als später zu wenig Befestigungsmöglichkeit zu haben.

Fertig!

Auf die OSB-Platte muss dann noch ein Putzträger (in meinem Fall Schilfrohr) getackert und eine Fensterbank angebracht werden. Dann geht es auch hier ans Verputzen.


Normalerweise sollte man es mit den Fensteranschlüssen eigentlich sehr genau nehmen. Das heißt das Prinzip "innen dichter als außen", damit die Feuchtigkeit keine Probleme macht, beachten. Ich habe es hier nicht sooooo genau genommen, da ich nicht wieder mit Klebefolie etc. arbeiten möchte.
Bautechnisch ist es jedenfalls so nicht korrekt, aber ich denke es wird funktionieren.

Grüssle,
KEF


4. September 2013

Spitzboden: Giebelwand Innendämmung, Teil 1 (Holzständer)

Es geht mal wieder ans Dämmen.
Diesmal ist das kleine Giebelstück zu Karl-Erwin's Frontseite an der Reihe. 
Das habe ich heute früh morgens zwischen erstem Kaffee und Job in Angriff genommen.

Ja, ich weiß Steinwolle ist nicht das ökologischste Material das es gibt. Doch ich habe noch Reste und wegwerfen wäre ja nunmal noch weniger nachhaltig.

Auch ist sie für Innendämmung nur dann geeignet (wie die meißten Dämmstoffe), wenn keine Feuchtigkeit von Innen (der Zimmerseite) in die Dämmung ziehen kann. Daher wird das Ganze, wie der Rest des Zimmers, mit OSB-Platten verkleidet. Diese sind zwar nicht 100% diffusionsdicht (=Dampfsperre), aber immerhin eine Dampfbremse, was in dem Fall ausreichen sollte. Ausprobieren.... 


Steinwolle vs Glaswolle

Steinwolle wie zB Rockwool hat nichts mit Glaswolle zu tun. Außer dass es ähnlich verarbeitet wird. Ich würde in jedem Fall immer Steinwolle vorziehen, denn diese kann man auch ohne Atemschutz und Ganzkörperkondom verarbeiten. Der Staub der Glaswolle hingegen ist gefährlich wenn man ihn einatmet oder in die Augen bekommt (Kopfüberarbeiten) und juckt wie verrückt auf der Haut. Mit Steinwolle hatte ich noch keine Beschwerden.



Die Holzständerkonstruktion

Also, schnell ein Holzständerwerk gebaut. 
Hierbei ist ganz wichtig, dass später keine Hohlräume entstehen. 
Außerdem soll die Holzkonstruktion keine direkte Verbindung zur gemauerten Wand haben wegen der Schallübertragung. Bei mir wäre zweiteres nicht so wichtig, denn eine echte Strasse ist das vor meiner Haustüre ja nicht, aber es hätte sich ohnehin so ergeben.


vorher...

Zuerst die erste Ebene mit 6x8 Kanthölzern. Diese sind seitlich in den Schrägen mit 180er Schrauben in die Sparren verschraubt. Hier kommt dann die Lattung für die Dämm-Matten drauf, die dann einfach zwischen die Latten geklemmt werden.


Zur gemauerten Giebelwand ist nun immer ein Zwischenraum von 1-3cm (= keine Schallübertragung) vorhanden. Diese Stellen müssen dann ausgestopft werden, ich nehme dafür Hanf, oder Schafwolle. Mal schaun, was noch im Keller rumliegt.


Die End-Stärke der Holzkonstruktion entspricht der Stärke der Dämmung. In meinem Fall 11-13 cm, da ich zwei verschiedene Stärken Rockwool übrig habe (11 und 13 logischerweise).


Der horizontale Abstand der Latten zueinander beträgt Breite der Dämm-Matten weniger 2-3 cm (=58cm). Dann kann man die Matten schön dazwischenklemmen. Auch hinter den senkrechten Dachlatten wird dann etwas gestopft damit keine Hohlräume verbleiben.


Unten an den Latten musste ich improvisieren da sie Wand so ungleichmäßig war, dass ich hier kein Kantholz verschrauben konnte. Bei dieser kleinen Wand tut es aber jeweils ein Metallwinkel an einer Dachlatte die unten in den Deckenbalken verschraubt ist. Muss ja nur die paar OSB-Platten halten später.


Unten probeweise eine Matte eingeklemmt. So in etwa wird es dann später aussehen.


Davor kommen dann die OSB-Platten. Man könnte auch eine Dampfbrems-/sperrfolie verkleben und dann Rigipsplatten oder eine andere Holzverschalung. 
Da an diese Wand aber ein Bücherregal soll ist es egal wie es ausschaut und die paar OSB-Platten mehr oder weniger sind dann auch egal.

OSB-Platten werden von Baubiologen teilweise nicht mehr empfohlen, da die Platten Formaldehyt und andere Stoffe enthalten und ausdünsten (können). Sie gelten aber dennoch nachwievor als nachhaltig. Infos zB hier.
Wenn man ganz vorsichtig sein will, nimmt man was anderes (dann muss in dem Fall meiner Dachdämmung aber mit Folie gearbeitet werden und ob das besser ist?!), bzw. erkundigt sich genau nach den Inhaltsstoffen. Angeblich sind billige Platten aus dem Baumarkt höher belastet als solche aus dem Baustoffhandel. Da sollte sich jeder selbst informieren.

Servus,
KEF

1. August 2013

Pavatex Reste verwerten / Hühnerstall dämmen :o)

So, da ich bekanntlich alles aufhebe - zumindest eine gewissen Zeit lang - lagen nun auch seit einigen Wochen die Pavatex-Reste ordentlich aufgestapelt im Keller. Auch wenn es bei den derzeitigen Temperaturen schwer vorstellbar ist, dass es irgendwann auch mal wieder kalt werden wird, versuche ich doch für den Winter vorzuplanen.
Was kann man also besseres mit Dämmstoffresten tun, als dem Streichelzoo etwas Gutes zu tun...




Ein Teil wandert an die Außenwände, ein Teil auf den Boden des ersten Stocks (=Decke des Hühnerstalls) und einen Teil habe ich ausgemessen und beschriftet. der kommt dann innen auf den Boden. Darüber ein Brett und dann haben sie's im Winter schön warm.
Die Platten kommen so statt zur Entsorgung erstmal noch zu einer sinnvollen Verwendung.

Wer früher einmal gut im Spiel "Tetris" oder im puzzlen war, ist bei dieser Aufgabe klar im Vorteil ;-)


Servus,
Karl-Erwins-Frau

20. Juni 2013

Dachsanierung Altbau - Teil 10 (Dämmung flocken und Fassadenverkleidung)

Die lustigste, wenn auch staubigste Arbeit war das Ausflocken der Hohlräume in Dach und Drempel.


Genialer Name!

Dafür wurde der Zellofant aufbebaut. Die Tonne funktioniert wie ein großes Rührgerät mit Staubsaugergebläse. Durch einen langen Schauch werden die Flocken dann in die Hohlräume geblasen und die Löcher, die vorab in die Pavatex von außen gesägt wurde, dann wieder verklebt. Eine Arbeit von wenigen Stunden. 

An dem Tag habe ich quasi 1,5 Tonnen Zeitung in den Zellofant geschüttet in Säcken zu 15kg. Kein Spaß, aber irgendwie war's auch witzig.


1,5 Tonnen Zeitungsflocken

Letztendlich bestehen die Flocken aus Zeitungen, welche mit Borsalz brandungefährlich gemacht wurden.
So sehen die Zellulose Flocken aus

Die Fassadenverschalung der Nord-West Seite besteht aus 60mm Pavatex-Platten, die mit Dämmstoffdübeln direkt auf die Fassade gedübelt werden. Im Spritzwasserbereich nimmt man statt Pavatex Styrodur-Platten.


Oben Pavatex, unten Styrodur

Auf die Pavatex kommt dann eine Unterkonstruktion aus Kanthölzern und Dachlatten. Darauf dann die Boden-Deckel-Verschalung. Wichtig sind die Tropfkanten am unteren Ende der Hölzer. Diese werden immer (bei allen Holzkonstruktionen) im 30°-Winkel gesägt. Das sorgt dafür das das Wasser am besten abtropfen kann und das Holz nicht beschädigt. Waagerechte Stellen sind mit Blech geschützt. 

30°-Winkel als Tropfkante

Blech an den waagerechten Stellen
Die Hohlräume sowohl am Dach zwischen Pavatex, Lattung und Konterlattung, als auch hinter der Fassadenverkleidung werden mit Lüftungsgittern vor Getier geschützt. Diese Gitter müssen vor dem Verschließen gut gesäubert werden, damit die Luft richtig zirkulieren kann.



Lüftungsgitter

Und so sieht es nun aus.




Und das Dach ist natürlich auch schon fertig. :)



Jetzt geht es noch an die Befestigung eines Ranksystems. Ich hatte zuerst eine fertige Lösung gekauft, die mir dann doch nicht gefallen hat. Jetzt wird es eine Konstruktion aus Edelstahl werden. Mehr dann demnächst zum Nachbauen...

Achja, an dem Tag waren es 39,8°C....

Grüssle,
Karl-Erwin's Dachdeckerin