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6. November 2014

Neuer Hühnerstall - Teil 1

Ich hatte dieses Jahr das erste Mal die "Freude" mit der roten Vogelmilbe Bekanntschaft zu machen.

Da diese netten kleinen Tierchen sich in meinem jetzigen Hühnerstall pudelwohl fühlen - denn der hat ganz viele Ritzen und Versteckmöglichkeiten - habe ich beschlossen ihn den Milben zu überlassen und die Hühner umzuquartieren.


18. September 2013

Leimfarbe - warum bekommt man sowas nicht in der Schule beigebracht?

Es ist doch einfach unglaublich mit welche einfachen, günstigen und ökologischen Mitteln man Farben selbst herstellen kann. 

Warum gibt es Regale über Regale voll Farbe im Baumarkt, die schädliche Inhaltsstoffe hat? Und warum zur Hölle bezahlen wir das auch noch?

Fragen über Fragen... Eine weitere, die ich mir stellen musste war: 
Wie "verstecke" ich meine OSB-Platten an den Dachschrägen. Das Internet sagt: "Darauf hält keine Farbe", "muss man mit Spezialvlies", oder gleich "verkleiden und dann verputzen".... Alles nicht so prickelnd.




Nachdem ich aber ein ganz tolles Buch ausgeliehen bekam (Danke nochmal dafür, Du hast mich damit gerettet!) wollte ich die Rezeptur einfach mal ausprobien. Leimfarbe, hmm, Leim kenne ich noch aus der Grundschule: Pappmaché und so. Oder Tapetenkleister.
Im Sonderpreisbaumarkt gab es dann endlich ganz normalen Leim. €1,99 für 200g, geruchlos, ergiebig.



Leimfarbe

Mein Rezept für Leimfarbe, mit der man entgegen aller Theorien OSB-Platten streichen kann:
20g Leim in lauwarmes Wasser einrühren. 500g Gips (aus Mangel an Kreide, die man eigentlich nehmen muss) in Wasser eingerührt. Beides 1/2 Stunde ruhen lassen, 1 EL Ockergelb-Pigment dazu um dem Gipsgraustich entgegen zu wirken. Streichen.



Der Knaller: Das Zeug deckt, tropft nicht, trocknet schnell und ist sogar abriebfest.


Der Anstrich

Ja, und so schaut's nun aus und wird langsam aber sicher fertig.


Beim Streichen noch transparent



Achja, wenn ihr OSB-Platten wie ich auf Sicht verbaut, das heißt nicht verputzt oder tapeziert, dann nehmt unbedingt solche, die bereits geschliffen sind. Auf ungeschliffenen ist noch eine Schicht auf der definitiv garnichts hält und die Arbeit mit dem Bandschleifer und der ganze Staub machen nicht wirklich Spaß.
Ungeschliffene OSB. Da hält nichts!

 

Tapezieren der Giebelwand


Endlich kommen auch die alten Tapeten zum Einsatz!

Ich hatte von einem Freund noch eine Kiste alte Tapetenreste. Sooo schön! Ein Muster gefällt mir ganz besonders, also ab an die Wand damit!

Ich liebe diese Tapete!
Jetzt muss die Leimfarbe noch trocknen. Und dann noch ein paar Feinheiten wie Lampen, Boden, Fußleisten, etc, dann ist es schon fertig. 


Buchempfehlung


Natürliche Farben. Anstriche und Verputze selber herstellen.
  • ISBN-10: 3855028001
  • ISBN-13: 978-3855028009


Grüssle,
KEF

12. September 2013

Es geht voran im Spitzboden :-)

Ich war ganz fleißig die letzten paar Tage :-)

Ich habe im Flur die Anschlüsse zur Dachschräge verputzt. Das musste vor dem Winter fertig werden, wegen der Dämmung. Also abgehakt :)
Und bei der Gelegenheit gleich noch ein paar Kanäle von den Elektroleitungen mit verputzt.



Hier eine etas unkonventionelle Befestigungsmethode der Hauptstromleitung im Flur. Funktioniert :)




Letzte Nacht habe ich meine Giebelverschalung, hinter welcher sich die Dämmung verbirgt fertig gestellt.



Um die Nut und Feder zusammenzuziehen kann man prima einen Hammer nehmen, den man als hebel benutzt, danach festchrauben.



Für mich nach wie vor das gefährlichste Gerät: Die Handkreissäge. Vor allem wenn man sie so verwendet wie man's eigentlich nicht tun sollte, nämlich in Bodennähe (Darunter liegen Balken). Da hat man schnell mal den Fuß, wo er nicht hingehört. Also immer dran denken, dass das Sägeblatt unten rausschaut und sich dreht! ;-)



Das Loch für meine erste Steckdose, die ich heute noch anschließen werde :)



Mit einer Schmiege misst man den Winkel und kann ihn dann...



... auf das Werkstück übertragen. Super hilfreich so eine Schmiege.



Was habe ich noch gemacht? Achja, gestern zwischendurch schnell den Kelleraufgang neu gedämmt. Diesmal habe ich erst eine Folie (recycled von einer Verpackung) von hinten auf die Bretter getackert, damit es nicht durch die Ritzen zieht (rechts im Bild).


So schaut's flurseitig aus:



Dann habe ich Reste von Styropor und sonstigen Dämmplatten hinter eine Brettverschalung gesetzt. Das ist jetzt erstmal wieder dicht für den Winter.
Wenn man's gescheit machen möchte, müsste man auch die Treppe zum ersten Stock von unten dämmen (sprich die Sauerkrautplatten runter, dämmen, Platten wieder drauf....) und die Wand links. Aber naja...

Hier nochmal im Spitzboden: Alles schön dicht abgeklebt, damit keine Luftfeutigkeit dahinter zieht. Die OSB-Platten sind untereinander verleimt.


Meine erste Steckdose. Juchhe!
Voilá! Davor kommt dann mal ein Bücherregal. So zumindest die Planung. Endlich fühle ich mich mal wie eine klassische Heimwerkerin. Dachbodenausbau ist doch schon irgendwie retro, oder?




Und eben habe ich dann noch für die Hauptstromleitung einen Kanal in den Boden geklopft und das Kabel dann unter Zementmörtel verlegt. 



Und jetzt mache ich nach dem Mittagessen weiter, solange die Motivation anhält.

Grüssle,
Karl-Erwin's Frau

4. September 2013

Spitzboden: Giebelwand Innendämmung, Teil 1 (Holzständer)

Es geht mal wieder ans Dämmen.
Diesmal ist das kleine Giebelstück zu Karl-Erwin's Frontseite an der Reihe. 
Das habe ich heute früh morgens zwischen erstem Kaffee und Job in Angriff genommen.

Ja, ich weiß Steinwolle ist nicht das ökologischste Material das es gibt. Doch ich habe noch Reste und wegwerfen wäre ja nunmal noch weniger nachhaltig.

Auch ist sie für Innendämmung nur dann geeignet (wie die meißten Dämmstoffe), wenn keine Feuchtigkeit von Innen (der Zimmerseite) in die Dämmung ziehen kann. Daher wird das Ganze, wie der Rest des Zimmers, mit OSB-Platten verkleidet. Diese sind zwar nicht 100% diffusionsdicht (=Dampfsperre), aber immerhin eine Dampfbremse, was in dem Fall ausreichen sollte. Ausprobieren.... 


Steinwolle vs Glaswolle

Steinwolle wie zB Rockwool hat nichts mit Glaswolle zu tun. Außer dass es ähnlich verarbeitet wird. Ich würde in jedem Fall immer Steinwolle vorziehen, denn diese kann man auch ohne Atemschutz und Ganzkörperkondom verarbeiten. Der Staub der Glaswolle hingegen ist gefährlich wenn man ihn einatmet oder in die Augen bekommt (Kopfüberarbeiten) und juckt wie verrückt auf der Haut. Mit Steinwolle hatte ich noch keine Beschwerden.



Die Holzständerkonstruktion

Also, schnell ein Holzständerwerk gebaut. 
Hierbei ist ganz wichtig, dass später keine Hohlräume entstehen. 
Außerdem soll die Holzkonstruktion keine direkte Verbindung zur gemauerten Wand haben wegen der Schallübertragung. Bei mir wäre zweiteres nicht so wichtig, denn eine echte Strasse ist das vor meiner Haustüre ja nicht, aber es hätte sich ohnehin so ergeben.


vorher...

Zuerst die erste Ebene mit 6x8 Kanthölzern. Diese sind seitlich in den Schrägen mit 180er Schrauben in die Sparren verschraubt. Hier kommt dann die Lattung für die Dämm-Matten drauf, die dann einfach zwischen die Latten geklemmt werden.


Zur gemauerten Giebelwand ist nun immer ein Zwischenraum von 1-3cm (= keine Schallübertragung) vorhanden. Diese Stellen müssen dann ausgestopft werden, ich nehme dafür Hanf, oder Schafwolle. Mal schaun, was noch im Keller rumliegt.


Die End-Stärke der Holzkonstruktion entspricht der Stärke der Dämmung. In meinem Fall 11-13 cm, da ich zwei verschiedene Stärken Rockwool übrig habe (11 und 13 logischerweise).


Der horizontale Abstand der Latten zueinander beträgt Breite der Dämm-Matten weniger 2-3 cm (=58cm). Dann kann man die Matten schön dazwischenklemmen. Auch hinter den senkrechten Dachlatten wird dann etwas gestopft damit keine Hohlräume verbleiben.


Unten an den Latten musste ich improvisieren da sie Wand so ungleichmäßig war, dass ich hier kein Kantholz verschrauben konnte. Bei dieser kleinen Wand tut es aber jeweils ein Metallwinkel an einer Dachlatte die unten in den Deckenbalken verschraubt ist. Muss ja nur die paar OSB-Platten halten später.


Unten probeweise eine Matte eingeklemmt. So in etwa wird es dann später aussehen.


Davor kommen dann die OSB-Platten. Man könnte auch eine Dampfbrems-/sperrfolie verkleben und dann Rigipsplatten oder eine andere Holzverschalung. 
Da an diese Wand aber ein Bücherregal soll ist es egal wie es ausschaut und die paar OSB-Platten mehr oder weniger sind dann auch egal.

OSB-Platten werden von Baubiologen teilweise nicht mehr empfohlen, da die Platten Formaldehyt und andere Stoffe enthalten und ausdünsten (können). Sie gelten aber dennoch nachwievor als nachhaltig. Infos zB hier.
Wenn man ganz vorsichtig sein will, nimmt man was anderes (dann muss in dem Fall meiner Dachdämmung aber mit Folie gearbeitet werden und ob das besser ist?!), bzw. erkundigt sich genau nach den Inhaltsstoffen. Angeblich sind billige Platten aus dem Baumarkt höher belastet als solche aus dem Baustoffhandel. Da sollte sich jeder selbst informieren.

Servus,
KEF