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20. Oktober 2015

Die letzten beiden Zimmer - Teil 6 (Happy End?!)

Es ist vollbracht.



Und nachdem ich gestern einen meeeeeehr als überraschenden Abend hatte, an dem meine Fensterlaibungen außen verputzt wurden (danke, Du bist mein Held!), schaut es sogar von draußen schön aus.

7. Oktober 2015

Die letzten beiden Zimmer - Teil 5 (Kalkfarbe)

Noch ein bisschen Farbe, Fenster außen beiputzen, Fensterbank außen kreieren (da fehlt mir noch die passende Idee), Boden ölen und bonern - fertig.

Ich wäre sogar noch schneller fertig, wenn ich nicht ständig den süßen Dackel photographieren müsste ;-)



23. Februar 2015

Türschwelle aus Eiche, Teil 1

Meine tolle, quittengelbe Haustür braucht ja nun noch eine neue Schwelle. Da ich noch ein paar Abschnitte von Eichenbohlen habe, wird es natürlich eine geräucherte Eichenschwelle. Was sonst? :-)

Der Eingang noch ohne Schwelle

8. September 2014

Speisekammer - Teil 1, Kalk-Anstrich mit Freihand-Blumenmuster

Ach, da ist ja noch ein Raum, den ich noch nicht wirklich bearbeitet habe und der dringend nch Renovierung schreit.

Gut gedient hat mir die letzten Jahre das Provisorium aus Ikea-Moppe und einigen Brettern. Aber hübsch und ordentlich war es eben nicht. Außerdem möchte ich den Raum in seiner kompletten Höhe nutzen.


Vorher

10. Januar 2014

Link: Herstellung von Farben - ganz viele Rezepte

Habe bei Kremer eine ganze Seite voll mit Farbrezepten entdeckt.

Zu erreichen hier: http://kremer-pigmente.de/de/Info/rezepte

4. November 2013

Kalk-Leim-Farbe auf Tapete (Flur)

Am Wochenende habe ich mal frei Schnautze einen Eimer meines eingesumpften Kalks, der jetzt schon ein Jahr als ist, mit einem kleinen Eimerchen Kleister gemischt (sorry, leider habe ich natürlich mal wieder keine Mengenangaben). Die Farbe hatte dann in etwa die Konsistenz von Dispersionsfarbe.

Im Flur habe ich dann den Versuch gestartet und sie auf der Tapete an der Decke verstrichen. Ein Anstrich und die Tapete ist NICHT runtergefallen und es ist ein tolles, sehr helles weiß - Kalk eben :) Perfekt für die Decke.

Unterputz freigelegt (ein wenig unfreiwillig)

Für die Wand, an der ich größtenteils den Gipsoberputz mit der Spachten runtergekratzt habe, habe ich dann noch ein wenig mehr Wasser zugemischt und insgesamt 2x gestrichen. An den Stellen wo der Gips entfernt war (also der Kalkunterputz zum Vorschein kam) gut vorgenässt. Dennoch hat mir die Wand quasi die Farbe vom Pinsel gesaugt.
Nun kann die Wand wieder atmen und der Flur hat richtig gut Licht bekommen.


Vorher: Schade um die schöne Tapete :-(

Der Flur ist nun wirklich schon viel heller, auch durch den Spiegel an der dunklen Holzwand rechts (das ist der Abgang in den Keller).





Das Beleuchtungs-Dilemma

Nun kommen als nächstes Lampen an die Decke. Ich suche derzeit noch das Passende.
Früher ging man in ein Geschäft und kaufte sich eine Lampenfassung und eine Glühbirne. Heute muss man entscheiden zwischen Glühbirne, Energiesparlampe (böse, weil giftig und schwer zu entsorgen) und LED. Dann gäbe es noch Halogen-Spots und LED-Spots.

Als Fassung hat man die Wahl zwischen 
  • E14 - die kleinen zum Reindrehen
  • E27 - die großen Fassungen zum Reindrehen
  • GU - vorrangig für LED-Spots, zum stecken und dann rumdrehen. Die Birnen haben so kleine Knubbel am Ende
  • G - vorrangig Halogen Spots, zum Stecken

Interessant für alle die irgendeine Lampe umrüsten möchten: Es gibt auch Adapterstecker, zB. von E27 auf E14, aber auch von den E-Modellen auf GU.

Birnen (egal welche) für E-Sockel strahlen eher rundum (gut für Hängelampen), Spots sind eher gerichtet und punktuell. Wobei es mittlerweile auch alle möglichen Mischformen gibt.

Ich glaube ja, dass es am sinnvollsten ist, erstmal meine 25 Watt Glühbirnen zu verwenden, bis diese kaputt sind, statt neue, wenn auch sparsamere Leuchtmittel zu kaufen, die erstmal wieder Ressourcen in der Herstellung verbrauchen.

Ich hatte, als ich eingezogen bin, alle vorhandenen gegen 25 Watt Glühbirnen getauscht und die alten im Keller eingelagert (man weiß ja nie). Als ich die Kiste gestern durchgeschaut habe, war ich schon erstaunt wie sehr wir früher die Energie wortwörtlich verbrannt haben. Mehrere 150 Watt Glühbirnen und einige auf denen noch nichtmal eine Angabe ist (die sehen noch aus wie mundgeblasen). Vermutlich könnte man mit denen heute ein Niedrigenergiehaus beheizen ;-)

Grüssle,
KEF


P.S: Dinge die man 1.000 mal macht und beim 1.001. mal gehen sie schief. Hier das Ergebnis, wenn man zu faul ist, den Farbeimer oben von der Leiter zu nehmen, bevor man diese umstellt. Das meißte ist allerdings von meinem T-Shirt aufgesaugt worden. Ein Kalk-Peeling sozusagen. Total bio.





15. Oktober 2013

Rezept: Leimfarbe

Zutaten

  • einfacher Tapetenkleister
  • Kreide
  • Wasser
  • optional: Pigmente (Bezugsquelle: Kremer Pigmente)

 

Werkzeug 

  • Rührgerät (aus der Küche)
  • zwei Gefäße

 

Rezept

  1. Kleister nach Packungsanweisung mischen und 30 Min. quellen lassen
  2. Kreide in Wasser einrühren und ebenfalls stehen lassen
  3. Beides zusammenrühren 

 

P.S.:

Ich poste meine Rezepte nun nochmal in separaten Posts, weil man's dann leichter finden kann zum nachmachen.
Unter den Stichpunkten findet ihr das dann unter "Rezept".

Es handelt sich jeweils um die Mischungen, die sich bei Karl-Erwin bisher bewährt haben.


Rezept: Kalkfarbe

Zutaten

  • Weißkalkhydrat, CL90 -> in 25kg-Säcken zu je ~€7,- beim örtlichen Baustoffhändler, notfalls muss der das bestellen können
  • Wasser
  • optional: Pigmente (Bezugsquelle: Kremer Pigmente)
 

Werkzeug

  • Fass mit Deckel
  • Schutzbrille!  

Rezept

Das Weißkalkhydrat wird vor dem Streichen eingesumpft. Das heißt, ihr schüttet (je nach Fassungsvermögen) Wasser in das Fass und dann den Kalk hinterher. Umrühren, Deckel drauf und nun stehen lassen. 
Darauf achten dass immer ~10cm Wasser über dem Kalk steht! 

Je länger das Gemisch nun steht, desto besser. Meiner steht jetzt seit 13 Monaten. Man kann dann immer was entnehmen zum Streichen. Frostfrei lagern!

Verarbeitung

Nun, jeder schreibt was anderes. 

Ich habe schon in 4 Schritten gestrichen. Das heißt erst 1:5, 1:4, 1:3, 1:2 mit Wasser verdünnt und dann nass-in-nass oder auch nass-in-trocken. 

Ich habe auch schon nicht-eingesumpftes Kalkhydrat einfach in Wasser streichfähig eingerührt und dann nur einmal gestrichen. Hält auch.

P.S.:

Ich poste meine Rezepte nun nochmal in separaten Posts, weil man's dann leichter finden kann zum nachmachen.
Unter den Stichpunkten findet ihr das dann unter "Rezept".

Es handelt sich jeweils um die Mischungen, die sich bei Karl-Erwin bisher bewährt haben.

23. September 2013

Flur: Verputzen und Streichen

Am Wochenende wollte ich eigentlich Gartenarbeiten erledigen. Da ich aber meine Astschere durch rohe Gewalt zerstört und meine Gartenschere verlegt hatte, musste ich umdisponieren und mich mal wieder Karl-Erwin's Innerem widmen.

Der Spitzboden ist nun "fertig" und bewohnbar und den Flur wollte ich mir eigentlich bis zum Schluß aufheben. Dann hatte ich aber angefangen die Elektroleitungen einzuputzen und da der Kalkputz nunmal schon angemacht da stand...

Vorher

Gruselig, ich hab's schon innerhalb von eine paar Stunden verdrängt. Da bin ich mittlerweile wirklcih gut drin.





Auf die OSB Platten habe ich wieder die bewährte Leimfarben-Mischung aufgestrichen.

Auf die frisch verputze Wand neben der Haustür kamen erstmal 3 Lagen Kalkputz und Jutegewebe. Dann nach ~24 Stunden die Kalkfarbe mit Pigment und Leinöl. Wenn man auf den noch nicht ganz abgebundenen Kalkputz streicht kann man wesentlich mehr Pigment verwenden, als wenn man das trocknen abwarten würde.

Auf die Wände dann eine Mischung aus Kalkfarbe und Leim. Ich hatte gelesen, dass dies die Streichfähigkeit verbessern sollte und muss feststellen, dass es wirklcih weniger tropft. Der Untergrund war etwas problematisch. Eine bunte Mischung aus altem und neuem Kalkputz, Gips, Leimreste... Man sollte eigentlich alles Alte entfernen, die Leimreste abwaschen etc. Aber wie man sieht geht es auch so. :)


Oben


Unten

Jetzt fehlt noch die Decke - ich weiß sollte man eigentlich zuerst... Aber wann schau ich schonmal an die Decke. Öfter sehe ich mir eben doch die Wand an ;-)


Grüssle,
KEF




18. September 2013

Leimfarbe - warum bekommt man sowas nicht in der Schule beigebracht?

Es ist doch einfach unglaublich mit welche einfachen, günstigen und ökologischen Mitteln man Farben selbst herstellen kann. 

Warum gibt es Regale über Regale voll Farbe im Baumarkt, die schädliche Inhaltsstoffe hat? Und warum zur Hölle bezahlen wir das auch noch?

Fragen über Fragen... Eine weitere, die ich mir stellen musste war: 
Wie "verstecke" ich meine OSB-Platten an den Dachschrägen. Das Internet sagt: "Darauf hält keine Farbe", "muss man mit Spezialvlies", oder gleich "verkleiden und dann verputzen".... Alles nicht so prickelnd.




Nachdem ich aber ein ganz tolles Buch ausgeliehen bekam (Danke nochmal dafür, Du hast mich damit gerettet!) wollte ich die Rezeptur einfach mal ausprobien. Leimfarbe, hmm, Leim kenne ich noch aus der Grundschule: Pappmaché und so. Oder Tapetenkleister.
Im Sonderpreisbaumarkt gab es dann endlich ganz normalen Leim. €1,99 für 200g, geruchlos, ergiebig.



Leimfarbe

Mein Rezept für Leimfarbe, mit der man entgegen aller Theorien OSB-Platten streichen kann:
20g Leim in lauwarmes Wasser einrühren. 500g Gips (aus Mangel an Kreide, die man eigentlich nehmen muss) in Wasser eingerührt. Beides 1/2 Stunde ruhen lassen, 1 EL Ockergelb-Pigment dazu um dem Gipsgraustich entgegen zu wirken. Streichen.



Der Knaller: Das Zeug deckt, tropft nicht, trocknet schnell und ist sogar abriebfest.


Der Anstrich

Ja, und so schaut's nun aus und wird langsam aber sicher fertig.


Beim Streichen noch transparent



Achja, wenn ihr OSB-Platten wie ich auf Sicht verbaut, das heißt nicht verputzt oder tapeziert, dann nehmt unbedingt solche, die bereits geschliffen sind. Auf ungeschliffenen ist noch eine Schicht auf der definitiv garnichts hält und die Arbeit mit dem Bandschleifer und der ganze Staub machen nicht wirklich Spaß.
Ungeschliffene OSB. Da hält nichts!

 

Tapezieren der Giebelwand


Endlich kommen auch die alten Tapeten zum Einsatz!

Ich hatte von einem Freund noch eine Kiste alte Tapetenreste. Sooo schön! Ein Muster gefällt mir ganz besonders, also ab an die Wand damit!

Ich liebe diese Tapete!
Jetzt muss die Leimfarbe noch trocknen. Und dann noch ein paar Feinheiten wie Lampen, Boden, Fußleisten, etc, dann ist es schon fertig. 


Buchempfehlung


Natürliche Farben. Anstriche und Verputze selber herstellen.
  • ISBN-10: 3855028001
  • ISBN-13: 978-3855028009


Grüssle,
KEF

13. September 2013

Neues vom Spitzboden: Giebelwand #2 fertig (verputzen & streichen)

Und wenn man schön fleißig ist, bekommt man auch eine hübsche Wand...


Hier mal wieder eine nackte Wand - bekanntes Bild


Ein Stückchen Heimat (Buntschiefer)


Fachgerecht mit Jutegewebe als Rissbrücke

Diesmal wollte ich einmal ausprobieren wie das Ergebnis wird, wenn ich fast reines Pigment direkt in den feuchten Putz streiche. Die Deckkraft ist jedenfalls höllisch und (jetzt am nächsten morgen) ist der Farbton immer noch so dunkel - manchmal sticht Praxis eben doch Theorie.


Versuch mit fast reinem Pigment zu streichen


Bin happy! :-)

Grüssle,
KEF

1. Juni 2013

Dachsanierung Altbau - Teil 8 (Fassade Streichen und "Sommeranfang")

Ich glaube es gab noch nie um die Jahreszeit so viel Regen. War ja eigentlich klar.
Die angeblich 3 Monate frei bewitterbaren Pavatex halten den Regen zwar aus, aber nur wenn das Wasser ablaufen kann.
An den Stellen, an welche die Dachfenster eingebaut werden kann das Wasser allerdings nicht ablaufe, da dort schon ein Rahmen fixiert und wasserdicht abgeklebt ist. In dieser Fläche steht nun das Wasser und drückt sich teilweise durch. In der Dachschräge im ersten Stock löst sich teilweise nun schon die Tapete. Habe gerade eine Plane über das eine Fenster wo' extrem ist gespannt. Blöd!

Aber das Wetter war perfekt zum Streichen der Fassade mit Kalkfarbe. Achtung: Bitte auf eigene Verantwortung nachmachen - ich weiß noch nicht ob sich die Farbmischung bewährt und ob sie hält.


Kalkfarbe mischen

Bereit stehen Pigmente, hier ein Eisenoxidrot von Kremer (Nummer 48289), Magerquark, Leinöl und mein im Oktober 2012 eingesumpftes Weißkalkhydrat. 
Kalk lässt sich mit maximal 10% Pigment abtönen; nimmt man mehr ist zu wenig Bindemittel enthalten und die Farbe kreidet ab = hält nicht. 
Für die Fassade nur lichtechte Pigmente verwenden. Hier eignen sich am besten natürliche Erden. Blau geht wohl wegen der Lichtunbeständigkeit nicht. Hier müsste man auf Plastikfarbe (= für mich alles handelsübliche) zurückgreifen.

Zuerst wird das Pigment zu einem Brei mit Wasser angerührt. Das Pigment welches ich verwende ist mikronisiert; ich glaube das bedeutet besonders fein gemahlen und lässt sich super klumpfrei verrühren.

"Plastikfarbe" würde ich nicht in meiner Küche anrühren...


Dann kommt zu dem Weißkalksumpf der Magerquark. Durch das Kasein im Quark entsteht Kalkkaseinfarbe. Man nimmt Quark, weil ein hoher Eiweiß- bei einem niedrigen Fettgehalt nötig ist. Es gibt auch Kasein in Pulverform zu kaufen, wenn man das lieber mag, zB bei Kreidezeit.


Die Zutaten

Das Kasein als natürliches Bindemittel sorgt dafür, dass die Farbe beständiger wird, ebenso das Leinöl, das eingerührt wird.

Meine Grund-Mischung ist: 

    • 700g Pigment
    • 7 Liter Kalksumpf
    • 2 EL Leinöl
    • 500g Magerquark
Dies wird dann noch mit Wasser verdünnt, ich fürchte hier habe ich mich allerdings ein wenig verschätzt und zumindest auf der Giebelseite zu dick aufgetragen; also zu wenig verdünnt. Mal sehen....

Schaut doch lecker aus


Auf der Giebelseite habe ich angefangen mit 1:4 und als Zweitanstrich 1:3 (wie gesagt, ich glaube es war etwas weniger Wasser). Die Farbe muss richtig richtig dünn sein und sich eigentlich anfühlen wie Wasser.
Auf der Traufseite habe ich mit reinem, weißen Kalksumpf 1:6 mit Wasser grundiert. Versuchsweise. Ich glaube das war besser.


Anstrich

Unten auf dem Bild sieht man Auswaschungen von der bentonierten Fensterbank. Gleiche Situation am Ortgang. Nachdem ich gestrichen hatte habe ich festgestellt, dass es hier Farbveränderungen beim Kalk gibt. Eigentlich logisch, aber ich hatte nicht daran gedacht. Der Beton hat eine andere Saugfähigkeit als der Kalkputz. Ich glaube das lässt sich ohne eine Plastikgrundierung aber auch nicht ändern und mich stört es nicht sonderlich.

Die Fassade habe ich zuvor abgekärchert und vor dem Anstrich gut vorgenässt. 

Auswaschungen unter der Fensterbank

An der Giebelseite bin ich so verfahren nach dem Erstanstrich einige Stunden zu warten (immer, immer wieder nass spritzen) an der Traufseite habe ich nass-in-nass gestrichen um zu vergleichen was besser funktioniert. Nass-in-nass macht definitiv weniger Arbeit.

Ausgerechnet hier kam die Sonne raus
Das letzte was man beim Anstrich mit Kalk brauchen kann ist Sonne! Dann trocknet die Farbe einfach zu schnell und man kommt mit dem Nässen gar nicht nach. Wenn Kalkfarbe zu schnell trocknet dann hält sie nicht auf dem Untergrund; der Prozess muss langsam gehen.
Am besten streicht man bei um die 10°C, Bewölkung, Windstille und möglichst hoher Luftfeuchtigkeit.

Wird noch ein wenig heller werden

Ich habe jetzt den Giebel und die eine Traufseite 2x gestrichen und warte nun ein paar Tage ab wie sich die Farbe verhält. Am Ende der Baustelle, bevor das Gerüst wegkommt will ich dann noch ein letztes Mal streichen. Dann kann ich auch den Farbton noch ein wenig korrigieren, oder, falls es ganz schief geht, mir etwas anderes einfallen lassen.




Grüssle,
Karl-Erwin's Farbtupfer

17. April 2013

Der Sommer ist da - Abbau der Winterfenster

Juchee!

Endlich ist es warm. 
Die Winterfenster haben nun den zweiten Winter gute Dienste geleistet und kommen jetzt über den Sommer in den Keller.


Der Ausbau hat gerade mal 30 Minuten gedauert; ich kann diese Methode nur immer wieder empfehlen, wenn man seine alten Fenster nicht austauschen möchte.

Nun bereite ich die Sprossenfenster für den vorerst letzten Anstric der nächsten Jahre vor. 


Der Anstrich mit Leinölfirnis und Pigment hat zwar dafür gesorgt, dass die Fenster nicht weiter kaputt gehen, aber so ganz ideal ist das zweimalige Nachstreichen pro Jahr eben doch nicht: Es macht recht viel Arbeit - das Leinöl bleibt recht klebrig, so dass sich viel Staub festsetzt (was das Holz nicht stört nur das Aussehen) und meißt laufen ein paar Tropfen über die Scheiben und der Aufwand das wieder sauber zu bekommen lohnt einfach nicht.

Also verwende ich nun auch für die Fenster das bewährte Standöl von Kreidezeit, das ich auch schon für die Fensterläden benutzt hatte. Standöl wittert laut Herstellerangaben in etwa 10 Jahren nach und nach ab; dann kann man einfach wieder neu streichen. Mal schaun...


Werkzeugempfehlung: Ziehklinge 

Zur Vorbereitung ist die Ziehklinge unersetzlich. Die klebrige Schicht lässt sich nicht wirklich abschleifen, da sich das Papier immer zusetzt. Mit der Ziehklinge funktioniert es bestens. 
Meiner Meinung nach eines der hilfreichsten Werkzeuge zur Oberflächenbearbeitung von Holz und zu unrecht weitgehend unbekannt unter Laien.

Grüssle,
Karl-Erwin's Frau

17. Dezember 2012

Ahhhhhh - erster Schimmel in Karl-Erwin!

Ok, Björn, du hast mich erfolgreich zum schreiben animiert ;-) Hier die Neuesten news von Karl-Erwin und mir:


Ich kenne mich ja selbst mittlerweile gut genug und weiß dass ich nur auf die harte Tour lerne, wie hier mal wieder. Dafür geht's dann schnell ;-)

Zur Vorgeschichte: Ich dachte mir es wäre eine ganz tolle Idee, den Durchbruch zwischen Schlafzimmer und Ankleidezimmer mit einem schönen dicken Samtvorhang, den ich noch von meiner Großmutter hatte, zuzuhängen. Denn meine Klamotten brauchen keine warme Luft und die 2x 5 Min/Tag, die ich mich in dem Zimmer aufhalte, ich eigentlich auch nicht. 

"Übeltäter" Nummer 1

Zusätzliche habe ich noch einen Testaufbau gemacht um die warme Luft aus meinen Warmlufttauscher vom Ofen per Rohr in das Schlafzimmer darüber zu leiten.

Warmluftsammler am Ofenrohr

Zwei fatale Fehler wie sich nach nur 2 Wochen (!) herrausgestellt hat. In der Zeit waren es draußen so um die -3°C/1°C, geheizt habe ich nur mit dem Ofen unten (im Schlafzimmer steht auch noch ein kleiner).

Durch das Rohr kamen dann auch teilweise 50°C warme Luft oben an, wobei der Querschnitt, bzw. die Menge an Luft schon wesentlich mehr sein müssten um das Zimmer ernsthaft so zu heizen. Aber war ja als Test gedacht.

"Leitung" durch die Decke ins Schlafzimmer

Dann stand ich ein paarmal schnüffelnd im Ankleidezimmer, weil ich mir sicher war Schimmel gerochen zu haben - damit kennt man sich irgendwann aus, wenn man in einem mit Schimmel befallenen Haus ein paar Jahre gewohnt hat :-/
Aber gefunden hatte ich nichts. Bis ich dann eines Mittags - "Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh" - an der Außenwand hinter dem Vorhand und unten an der Fußleiste die Pilzflocken entdeckt habe. 

Also, Notfallmaßnahme:

- Fenster-Vorhang weg
- Durchgangsvorhang weg
- Wand komplett mit 1:3 gekalkt
- Mit dem kleinen Bollerofen die Räume auf 36°C gebracht in 2 Stunden und dann Fenster auf. Das Ganze ein paar Mal. 
- Dann bei Frosttemperaturen nochmal extra viel gelüftet

Es glüht so schön....

Ich hab's jetzt wieder im Griff, aber seitdem habe ich eine neue Grundregel, die ich auch befolge:

Zwischen nicht-beheiztem und beheiztem Zimmer muss eine Tür liegen. Die muss zu sein. Luftaustausch möglichst vermeiden.

Denn - was mir jetzt im nachhinein auch ganz logisch erscheint - die warme Luft sucht sich immer den Weg zum Kalten. Und wenn sie da nicht weg kann, schlägt sie sich an der kältesten Stelle nieder. Normalerweise wäre das das Fenster - sofern ungedämmt, wo man die Feuchtigkeit dann zB durch Abwischen relaiv einfach "entsorgen" kann.
Hinzukommt, dass ich mit der Ofenrohrkonstruktion die warme Luft, die viel mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als die kältere im 1. Geschoss,  nach oben transportiert habe. Dort stieg dann natürlich im kalten Zimmer die Luftfeuchtigkeit immens an. Dann noch die Feuchtigkeit vom Schlafen, die durch den Vorhang zwischen den Räumen natürlich durchkann - bingo!

Und: ich war letztes Jahr zu faul das Ankleidezimmer auch noch zu kalken, weil es recht aufwendig ist und habe mit normaler Wandfarbe gestrichen. Das hat sich jetzt gleich gerächt.

Man lebt, man lernt.

So long,
Karl Erwin's Frau